Wirecard-Aus trifft Allianz stärker als gedacht

Der Fall Wirecard zieht weite Kreise. Gemeinsam mit dem mittlerweile insolventen Ex-Dax-Unternehmen Wirecard und Visa hatte die Allianz die Bezahl-App „Allianz Prime“ entwickelt, die mittlerweile eingestellt wurde. Somit stoppt der Skandal um Wirecard ein wichtiges Projekt, wie eine Finanzzeitung herausfand.

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Nach Wirecard-Schaden: Werden einzelne Vertragsbedingungen in der D&O nachgeschärft?

Anfang Juli 2021 hatte der frühere Wirecard-Chef Markus Braun einen juristischen Etappensieg gegen seinen D&O-Versicherer verbucht: Der US-Konzern Chubb muss zumindest vorerst die Anwalts- und Beraterkosten des Österreichers zahlen, so das Oberlandesgericht Frankfurt am Main. “Diese Entscheidung ist keineswegs überraschend”, betont Fachanwalt Marc Repey.

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Nach Wirecard-Skandal: Bafin-Präsident Felix Hufeld muss gehen
 VWheute Sprint 

Der Skandal um den insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard hat nun auch personelle Konsequenzen bei der Finanzaufsicht gefordert: Bafin-Präsident Felix Hufeld muss seinen Stuhl räumen. Man sei einvernehmlich zu dem Entschluss gekommen, dass es einen personellen Neustart an der Spitze der Bafin geben sollte, teilte das Bundesfinanzministerium mit. Auch die Exekutivdirektorin für Wertpapieraufsicht, Elisabeth Roegele, muss gehen.

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Governance und Compliance nach Wirecard: Was bedeutet der Regierungsentwurf zum FISG?

Am 16. Dezember 2020 hat die Bundesregierung ihren Entwurf (RegE) eines Gesetzes zur Stärkung der Finanzmarktintegrität (Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetz – FISG-E) verabschiedet. Der Entwurf folgt auf den Referentenentwurf (RefE) des BMF und des BMJV zum FISG vom 18. Oktober 2020, der seinerseits durch den 16 Punkte umfassenden Aktionsplan der Bundesregierung vom 6. Oktober 2020 vorbereitet wurde. Ein Beitrag von Jürgen Bürkle.

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Jahresrückblick 2020: Corona, BSV, Wirecard und die Lebensversicherung

2020 neigt sich mit den bevorstehenden Feiertagen seinem Ende zu. Dabei schlug das Corona-Virus in diesem Jahr auch in der Versicherungsbranche ein wie ein Komet. Die Folgen: Deutliche Spuren in den Bilanzen und ein Endlos-Streit um die BSV mit bislang noch ungeahntem Ausgang. Und was bewegte die Versicherer darüber hinaus? VWheute mit einem Rückblick auf ein außergewöhnliches Jahr.

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Vom Versicherungsmanager zum AfD-Gründer und Wirecard-Aufklärer

Die AfD entstand ursprünglich aus den Gegnern der Euro-Rettungspolitik – bestehend meist aus Wirtschaftsprofessoren und enttäuschten Rechtsanwälten und Managern der mittleren Ebene. Dazu zählt auch Kay Gottschalk, der unter anderen die Zurich, die Nürnberger und die WWK als seine Assekuranz-Stationen nennt. Inzwischen steht er als Vorsitzender des Wirecard-Untersuchungsausschusses selbst im Rampenlicht und muss einen Jahrhundertbetrug aufklären.

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Schadenfall Wirecard: Untersuchungsausschuss eingerichtet, Kabinett beschließt Aktionsplan

In die Aufarbeitung des Wirecard-Skandals kommt in Bewegung. Gestern Nachmittag konstituierte sich der von der Opposition durchgesetzte Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Umstände wie der ehemalige Dax-Konzern Luftbuchungen über etwa 1,9 Mrd. Euro verschleiern konnte und wo sich Mängel in der Aufsicht gezeigt haben. Das Bundeskabinett billigte zugleich einen vom Finanz- und Justizministerium vorgelegten Aktionsplan zur “Bekämpfung von Bilanzbetrug und zur Stärkung der Kontrolle über Kapital- und Finanzmärkte”. Die FDP-Fraktion forderte in einem Antrag die Umsetzung von “Reformleitlinien nach dem Wirecard-Skandal”.

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32 Bafin-Beschäftigte haben Anfang 2019 Privatgeschäfte mit Wirecard getätigt

Der grüne Finanzpolitiker Danyal Bayaz sorgt sich um mögliche Interessenkonflikte von Mitarbeitern der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) und den Vorgängen um die Insolvenz der Wirecard AG. Auf eine entsprechende schriftliche Frage an das Bundesministerium der Finanzen (BMF) erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin Sarah Ryglewski (SPD), von Beginn des Jahres 2019 an bis zum 18. April 2019 seien 78 BaFin-Mitarbeitergeschäfte mit Wirecard-Bezug angezeigt worden. Involviert seine 32 Beschäftigte gewesen. Bayaz sagte gestern gegenüber VW-heute, die Antwort hinterlasse einen “faden Beigeschmack”.

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Wirecard-Insolvenz: Finanzminister Scholz unter Dauerfeuer

Die Vorgänge um die Insolvenz der Wirecard AG und damit verbundene Mängel in der Aufsicht, aber auch die Steuerskandale um die sogenannten Cum/Ex-Geschäfte sind politisch gefährliche Themen, mit denen sich Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz auseinandersetzen muss. Heute beendet der Deutsche Bundestag offiziell die Sommerpause. Nach Angaben der Bundestagsverwaltung wird Vizekanzler Scholz heute Mittag im Plenum in der üblichen einstündigen Befragung der Bundesregierung Rede und Antwort stehen.

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Finleap heuert Wirecard-Mitarbeiter an

Der Berliner Finleap-Inkubator, der u.a. das Insurtech Clark hervorbrachte, gründete eine neue Geschäftseinheit. “Finleap Forward” soll Banken, Versicherern und mittelständischen Firmen bei der Digitalisierung helfen. Das sechsköpfige neue Team hat zuvor für das Wirecard Innovation Labs gearbeitet und wird von dessen früherem Chef Jörn Leogrande geleitet.

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Finanzausschuss grillt Finanzminister Scholz wegen Wirecard
 VWheute Sprint 

Die Bilanzmanipulationen beim Dax-Konzern Wirecard AG, der im Juni wegen Luftbuchungen über 1,9 Mrd. Euro Insolvenz anmelden musste, haben beim Finanzausschuss des Deutschen Bundestages die Alarmglocken schrillen gelassen. In einer bis zum Mittwochabend andauernden Sondersitzung des Finanzausschusses mussten sich Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Rolf Pohlig, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR), den bohrenden Fragen der Finanzpolitiker stellen.

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Schadenfall Wirecard: Wie compliant ist der Standort D?

Heute wird es ernst in Sachen Wirecard. Sowohl Finanzminister Olaf Scholz (SPD) wie auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) müssen vor dem Finanzausschussaussagen. Enden wird die Geschichte damit aber nicht, der Linken-Abgeordnete Fabio De Masi hat bereits einen Untersuchungsausschuss angekündigt, Teile der SPD folgen seiner Sichtweise. Das geschieht auch, weil kein Vertreter des Kanzleramtes an der Befragung teilnehmen wird. Die Zügel für die Finanzbranche könnten künftig fester angezogen werden.

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Sondersitzung: Finanzausschuss trifft sich zur Debatte über Schadenfall Wirecard

Morgen Nachmittag (ab 16.00 Uhr) kommt der Finanzausschuss des Deutschen Bundestags zu einer Sondersitzung zusammen, um sich in sogenannter Selbstbefassung über den “aktuellen Sachstand zu den Vorkommnissen bei der Wirecard AG”informieren zu lassen. Der Dax-Konzern hatte Insolvenz anmelden müssen, nachdem in der Bilanz ein Fehlbetrag von rund 1,9 Mrd. Euro aufgedeckt worden war.

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Chefaufseher Hufeld unter Druck: Bafin veröffentlicht “Klarstellung” im Fall Wirecard, Bäte fordert Reformen

Der Wirecard-Skandal wird endgültig zu Hufeld- und Bafinkrise. Gestern musste der Chef der Aufseher vor dem Finanzausschuss des Bundestages aussagen, die Beurteilung seiner Perfomance divergieren je nach politischer Ausrichtung. Die Aufsicht stört allerdings etwas anderes, im Zuge der Berichterstattung war es nach Ansicht der Behörde zu medialen Falschaussagen gekommen. Das Haus reagiert noch am Abend mit einer schriftlichen “Klarstellung”. Ein ungewöhnlicher Schritt der Bafin, die sonst eher aus einer Position der Souveränität agiert.

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Klagen gegen EY und Bafin im Wirecard-Skandal

Das Image ist bereits ramponiert, jetzt könnte es auch noch richtig Geld kosten. Mehrere Kanzleien bereiten Klagen gegen die Bafin und die Prüfungsgesellschaft EY vor. Die Vorwürfe gegen die Aufseher sind nicht neu, doch auch die Bafin hat stichhaltige Argumente für ihr Verhalten. Ist es am Ende ein systemisches Problem?

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Schadenfall Wirecard: Ein Hoffnungsträger und Partner der Versicherer demontiert sich selbst

Eigentlich sollte Dienstleister Wirecard im großen Konzert der globalen Finanzplayer mitspielen. 1999 gegründet, verdiente das Unternehmen anfangs auch Geld mit Zahlungen für Glücksspiel und Pornografie. Von dieser Schmuddelecke löste man sich schnell, stieg 2018 mit einer fulminanten Performance in den Dax 30 auf. Doch kleine Pannen blieben. Mit dem Bilanzskandal kommt nun der große Rückschlag. Das hat auch Folgen für die Versicherer.

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Montagskolumne mit DFV-CEO Knoll: Armin Laschet der bedauernswerte Mann?
 Top-Entscheider exklusiv 

Der CDU fehlt es überall an fachlicher Kompetenz; den “Störenfrieden” der CSU geht es nur um den “Egomanen” Markus Söder. Unser Kolumnist Stefan M. Knoll geht mit seiner Partei hart ins Gericht, der gescheiterte Kanzlerkandidat Armin Laschet tut ihm leid. Was eine SPD-geführte Regierung für das Land bedeutet, thematisiert der DFV-Chef in seiner Kolumne.

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Bafin baut um

Das Modernisierungsprojekt der deutschen Finanzaufsicht kommt nach Einschätzung des neuen Bafin-Präsidenten Mark Branson und Jörg Kukies, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen (BMF), voran. In der Online-Pressekonferenz fanden die beiden lobende Worte für ihr gemeinsames Projekt. Die neuen Elemente “Fokusaufsicht und Taskforce” kümmerten sich bereits um erste Problemfälle im Bereich Banken und Geldwäsche, sagte Kukies. Die Zwischenbilanz nach sieben Monaten Umbau: Zwei Drittel der Maßnahmen des vom BMF vorgelegten Sieben-Punkte-Plans seien umgesetzt, ein Drittel stehe vor der Implementierung.

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Neue Ausgabe der Versicherungswirtschaft: Trend zur Plattformökonomie, Industrieversicherer in Bewegung und der mögliche Schaden eines Olympia-Aus

Denken in digitalen Ökosystemen, also die Kunden weit über das Versicherungsgeschäft hinaus an sich binden. Was Apple oder Amazon aufgebaut haben, hat im Assekuranz-Sektor weder die Allianz noch Axa vollbracht, sondern nur der chinesische Rivale Ping An. Die Hintergründe dazu lesen Sie in der Titelgeschichte der neu erscheinenden Juli-Ausgabe der Versicherungswirtschaft.

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Bafin: Warum das Bankenschweigen für die Versicherer teuer werden kann

Die Finanzbranche rückt zusammen, das führt nicht nur zu Gutem: Das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH), wonach Bankkunden der Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zustimmen müssen, könnte auch für Versicherer teuer werden. Diese Einschätzung ließen die obersten Exekutivaufseher der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) bei der Jahrespressekonferenz durchblicken. Noch liegt für das Ende April ergangene Urteil zu den Kontoführungsgebühren keine Begründung vor. „Es hat aber das Potenzial für die Banken teuer zu werden“, sagte der kommissarische Bafin-Präsident Raimund Röseler.

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Branchenpuls: K-Frage, Munich Re, Generali

Die K-Fragen in der Union und bei den Grünen sind entschieden: Während Annalena Baerbock relativ geräuschlos auf den Schild gehoben wurde, konnte sich NRW-Ministerpräsident und CDU-Chef Armin Laschet erst nach langwierigen Debatten und öffentlichen Streitereien gegen den bayerischen Regierungschef Markus Söder (CSU) durchsetzen. Wer am Ende ins Kanzleramt einzieht, ist offener denn je.

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Konferenz der Versicherungsaufsicht: Grund und Kukies wollen den Provisionsdeckel mit aller Macht

Der Provisionsdeckel ist weiter Thema; sowohl Jörg Kukies wie auch Frank Grund sehen weiter Handlungsbedarf, ihr Argument ist IDD. Derweil soll bis Juli die Solvency-II-Anpassung in Kraft gesetzt werden, obwohl Jörg Asmussen und die Branche weiter um Änderungen feilschen. Von der Neuausrichtung der Bafin im Zuge des Wirecard-Skandals erwartet der Exekutivdirektor Grund “Rückenwind”, wie er auf der “Jahreskonferenz der Versicherungsaufsicht 2021” erklärt.

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