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Wohngebäude: Hochwertig und preiswert

16.06.2016 – 18 “Testsieger” hat das Softwarehaus InnoSystems in der Wohngebäudeversicherung ermittelt. Diese Tarife erhalten in der aktualisierten “Marktstudie Wohngebäudeversicherung 2016″ die Bestnote “A Plus Plus”. Das Preis-Leistungs-Rating arbeitet mit einer Kennzahl, die für alle untersuchten 125 Wohngebäudetarife bei 8,748 liegt. Je niedriger dieser Wert, desto mehr Versicherungsschutz erhält der Kunde für sein Geld.

Den besten Wert erzielt mit 3,684 der Tarif “XXL” der Interrisk Versicherung. Auf Rang zwei und drei folgen A-I-S Wild Assekuranzmakler mit dem “Deckungskonzept Grundtarif” sowie Konzept & Marketing mit “Allsafe Domo”. Neben der Interrisik, schaffen auch die Oberösterreichische, die Grundeigentümer, die VHV, die Waldenburger und die Bayerische Beamten Versicherung mindestens einen Tarif im Top-Rating zu platzieren.

Deckungskonzeptanbieter haben mit insgesamt zehn Top-Tarifen aber leicht die Nase vorne. Auf einen Blick sehen Vermittler oder Kunden was ein Tarif “wert ist”. So ist der Erstplatzierte in der Leistung Top, für seine Preiswürdigkeit erhält er aber nur ein “A”. Im Schnitt – in 24 Musterrechnungen – kostet der “XXL”-Tarif der Interrisik 451 Euro. Demgegenüber schafft der Zweiplatzierte beim Preis mit einem Durchschnittswert von 354 Euro das Top-Ergebnis, während die Leistung beim “Deckungskonzept Grundtarif” der A-I-S Wild immerhin noch mit “A Plus” ausgezeichnet wird.

Bis ins Detail wurden 125 Tarife von 50 Versicherungsgesellschaften, Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit, Assekuradeuren und Konzeptentwicklern untersucht. Die Studie umfasst 272 Seiten. Das Rating basiert auf einer Gewichtung. Deckungsinhalte, die für alle Versicherten von erheblicher Bedeutung sind, allgemein als empfehlenswert gelten oder ein erhöhtes Schadeneintrittsrisiko beinhalten, wurden stärker berücksichtigt. Das gilt etwa für Überspannungsschäden durch Blitz, Bruch von Rohren der Wasserversorgung, einen Kaminbrand oder wenn es um hohe Kosten geht, wie bei einer Dekontaminierung. Dabei überrascht es etwas, dass der Verzicht der “groben Fahrlässigkeit” nur mit sieben Prozent ins Rating eingeht.

Am Ende der Fahnenstange sieht es düster aus. So sind Produkt, wie das “Standard-Sparpaket” der Ostangler Brandgilde, “Standard” der AIG Europe Limited Wüba oder “Basis (Wert 1914)” des Volkswohl Bund einfach nur als schlecht und teuer zu bezeichnen. 19 Tarife erhalten das Negativ-Urteil “B Minus Minus”, weitere 25 ein “B Minus” oder “B”. Unter diesen “schlechten” Tarifen gibt es nur ein einziges Deckungskonzeptangebot.

Damit sind – zumindest für Versicherungsmakler – über 35 Prozent aller Wohngebäudetarife fast unverkäuflich. Zumindest besteht nun die Bringschuld der Vermittler beim Verkauf eines solchen Tarifs auf das Rating hinzuweisen. Trotz einer Preiserhöhung seit 2012 – die marktweit laut Innosystems rund 21 Prozent ausmacht – gibt es weiterhin große Preisunterschiede. So verlangt die Oberösterreichische Versicherung für ihr Produkt “Zuhaus” rund 327 Euro, während beispielsweise die Interlloyd Versicherung für den Tarif “Infinitus” mit 878 Euro mehr als das 2,6-Fache fordert. (usk)

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