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„Wir haben verstanden, die Nachfolge rechtzeitig zu regeln“

14.11.2014 – Jungmakler_Andreas_Ruppert_otte_150Von VWheute-Korrespondent Wolfgang Otte.

Andreas Ruppert hat auf der DKM den Jungmakler Award 2014 in der Kategorie Betriebsübernahme verliehen bekommen. Der 27-jährige Inhaber und Geschäftsführer der Ruppert Beratungshaus GmbH in Fellbach bei Stuttgart steht für „moderne Tradition“. Was widersprüchlich klingen mag, beschreibt den Facettenreichtum seines Hauses: Tradition durch jahrelange Erfahrung mit Kunden, gepaart mit innovativen Ideen, erklärt Ruppert im Interview.

VWheute: Viele Söhne erfolgreicher Makler-Väter wollen den väterlichen Betrieb nicht übernehmen. Warum haben Sie sich dafür entschieden?

Andreas Ruppert: Mein Vater lebt seinen Beruf. Das hat mich schon in frühen Jahren geprägt und begeistert. Alles in seinem Beruf, vor allem die Arbeit mit Kunden, hat mich fasziniert. Schnell war klar, dass auch ich mich für einen Beruf im Finanzdienstleistungsbereich entscheiden würde.

Sie verkörpern eine „moderne Form der Finanzberatung“. Was verstehen Sie darunter?

In Zeiten zunehmender Standardisierung steigt der Wunsch nach Individualität, Qualität und persönlicher Beratung. Die Finanzplanung stellt einen systematischen Prozess dar, in dem die gesamten finanziellen Verhältnisse der Kunden analysiert, optimiert und geplant werden müssen. Wir haben es verstanden unsere Kunden bei der Finanzplanung zu begleiten und Sie gemeinsam mit unserem Netzwerk, bestehend aus qualitativ hochwertigen Partnern, über Jahre hinweg zu begleiten. Kooperationspartner gewährleisten, dass die Beratung in allen Bedarfsfeldern höchsten Qualitätsstandards entspricht. Das ist unser Verständnis von moderner Finanzberatung.

Was mussten Sie bei der Betriebsübernahme alles beachten?

Nachdem mein Vater, meine Schwester und Ich 2009 beschlossen haben gemeinsam ein Unternehmen zu gründen, war für meinen Vater schnell klar, dass wir – seine Kinder – die Zukunft der Firma sind. Er hat es uns ermöglicht, seine Philosophie und seinen Namen weiterzuführen, ohne von heute auf morgen auf Ihn verzichten zu müssen. Was aktuell bei uns passiert, ist ein Prozess den viele Unternehmen schwer oder überhaupt nicht meistern können. Wir haben das Privileg, unseren Kunden nachweislich das Versprechen geben zu können, Sie auf Ihrem gesamten Lebensweg zu begleiten. Dies ist uns nur möglich weil wir verstanden haben, dass die Nachfolge rechtzeitig geregelt werden muss.

Die Branche hat Nachwuchsprobleme. Was läuft da aus Ihrer Sicht schief?

Die niedrigen Einstiegshürden und fehlenden Ausbildungsstandards sorgen dafür, dass sich qualitativ hochwertiger Nachwuchs für andere akademische Berufe entscheidet. Was konträr klingen mag, ist das Ergebnis jahrelanger Versäumnisse. Erst wenn Standards im Bereich der Ausbildung geschaffen werden, Aufsicht und Regulierung an den richtigen Stellen greifen und Courtage und Provisionsmodelle in vernünftige Formen umgesetzt und zur Pflicht werden, dann wird die Branche auch für viele junge qualifizierte Menschen wieder ein interessanter und erstrebenswerter Beruf sein. Ich selbst besuche aktuell ein berufsbegleitendes Studium an der Frankfurt School of Finance zum Financial Planner. (vwh/ak)

Bild: Andreas Ruppert. (Quelle: Ruppert)

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