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Steuerstrafrechts-Police für Manager

10.05.2016 – Merkel, Matthias Mueller, Winterkorn Porsche - IAAEs ist inzwischen keine Seltenheit, dass Manager Strafverfahren ausgesetzt sind. Klassische D&O-Versicherungen enthalten Rechtsschutzelemente, doch sie ersetzen keine vollständige Deckung für Straf-Rechtsschutz. Eine solche Police haben die Arag und der D&O-Spezialanbieter VOV jetzt auf den Markt gebracht.

In der Befragung durch die VOV hatten 47 Prozent der befragten Manager angegeben, einem höheren Haftungsrisiko ausgesetzt zu sein als noch vor einem Jahr – noch einmal zehn Prozent mehr als in der Vorjahreserhebung. Wenn sich strafrechtliche Vorwürfe bestätigen, kann es für die Manager sehr teuer werden. Nicht nur wegen der Kosten der Strafverteidigung – denn es können Schadenersatzforderungen folgen – auch durch das eigene Unternehmen.

Der Arag Spezial-Straf-Rechtsschutz der VOV will dieses Problem angehen und bietet in der Unternehmenslösung eine Versicherungssumme von 500.000 oder eine Mio. Euro an. Zu den Versicherungsleistungen gehören unter anderem eine Kautionsstellung pro Fall von bis zu 500.000 Euro, ein erweiterter Steuer-Straf-Rechtsschutz sowie Schutzschirmverfahren nach Paragraf 270b der Insolvenzordnung. Darüber hinaus gehört eine Kostenübernahme für Kommunikationsberatung zum Schutz vor Reputationsschäden zu den Leistungen.

Die D&O-Versicherung ist in Deutschland erst zwei Jahrzehnte alt. Kaum ein Manager ist bereit, Mitglied eines Vorstands oder Aufsichtsrats zu werden, ohne dass das Unternehmen eine D&O-Deckung für ihn abschließt und damit sein Privatvermögen schützt. Das Prämienvolumen in Deutschland schätzen Anbieter auf 700 Mio. Euro im Jahr. (vwh/dg)

Bild:( v.l.n.r.) Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Matthias Müller, Nachfolger von Martin Winterkorn als Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG (Quelle: IAA). VW hat seine Vorstände und Aufsichtsräte mit einer Haftpflicht-Police über 500 Mio. Euro geschützt. Fraglich ist aber, ob die zahlt – und ob das Geld reichen wird. Wenn die Versicherer Winterkorn und den anderen VW-Managern Vorsatz nachweisen können, müssen sie nicht zahlen.

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