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Vorstandsagenda: Produkte erneuern, Risiken managen

01.10.2014 – Zukunft_Claudia Hautumm_pixelio26 Vorstände kamen im Kölner Wasserturm zum Initialisierungstreffen der Vorstandskonferenz der Versicherungswirtschaft zusammen. Im Nachgang dazu präsentiert VWheute eine Sammlung ausgewählter Zitate.

Unternehmensberater Jörg Wallner sieht für den Vertrieb 2020 eine Trendwende hin zu individualisierten, adaptiven Produkten. Er schränkt ein: “Innovation ist mit neuen Produkten nicht getan. Sie erfordert den Blick nach innen und außen, Hinterfragen von Geschäftsmodellen, Anpassung von Prozessen und Strukturen.” In Zeiten des Wertewandels, der stetigen Veränderung des Verhaltens und der Anforderungen der Gesellschaft, hält der Direktor Innovation Management & Consulting, 2b AHEAD, die Versicherer an, daraus die Konsequenzen für ihre Geschäftsmodelle zu ziehen. Identitätsmanagement werde eine große Bedeutung haben, Standardmarken immer mehr in den Hintergrund rücken und Premium- sowie Economy-Bereiche sich weiter ausdifferenzieren und von verschiedenen Logiken leiten lassen, lautete die Progrose von Jörg Wallner.

“Die Lebensversicherer stehen im Spannungsfeld zwischen der Kosteneffizienz, regulatorischen Rahmenbedingungen und Niedrigzinsen”, sagt Klaus Miller, Vorstandsmitglied der E+S Rück AG. Run-off in der Lebensversicherung – und das Leben geht weiter, lautete seine Ausgangsthese bei der ersten Vorstandskonferenz der Versicherungswirtschaft.

In den letzten 13 Jahren hat sich der LV-Markt, so Klaus Miller, in Deutschland zunehmend verdichtet: bereits 2012 nehmen die Top-20 Lebensversicherer 74 Prozent der Prämien ein. Zum Vergleich führt er den britischen Markt an. Die Konsolidierung habe dort bereits in den Achtzigerjahren begonnen und in den Neunzigern an Schwung gewonnen.

Klaus Miller: “Heute sind in UK gut organisierte LV-Konsolidierer ein wichtiger und respektierter Bestandteil der LV-Branche.” Deren Geschäftsmodelle würden durch aktuelle Rahmenbedingungen wie Solvency II oder niedriges Neugeschäftsvolumen unterstützt. Kleinere Lebensversicherer sind dort heute fast gänzlich verdrängt, denn 94 Prozent der Prämieneinnahmen gehören den Top-20 Lebensversicherern.

Neue Produkte der Lebensversicherung waren das Thema von Axa-Vorstand Patrik Dahmen: “Die Branche muss die Lebensversicherung weiterentwickeln”, lautete dessen Ansage: Zentral hierbei sei klare und einfache Kundenkommunikation, Transparenz in den Vergütungssystemen sowie in Produkten und am Kundenbedarf orientierte Produkte.

Zins- und Spreadrisiken sind laut Christian Pusch, Direktor der Frankfurt Branch der Barclays Bank, die relevantesten Marktrisiken bei deutschen Lebensversicherern; Eigenmittel als knappe Ressource erforderten entsprechendes Management; Hedging und effiziente Anlageformate könnten Kapitalbelastung reduzieren.

Die nächste Vorstandskonferenz der Versicherungswirtschaft findet am 30.09 und 01.10.2015 statt. Nähere Informationen erhalten Sie unter http://www.vers-leipzig.de/leistungen/konferenzen/vorstandskonferenz

Bildquelle: Claudia Hautumm/ pixelio

Link: Versicherungsvorstände werfen einen Blick in die Zukunft (Tagesreport, 25.09.2014)

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