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Versicherungsbedingungen sind weiter unverständlich

13.01.2016 – Bei den Versicherungsbedingungen kann kaum von einer verständlichen Sprache die Rede zu sein. Zu diesem Ergebnis kommt die 4. Verständlichkeitsstudie von AMC und Communication Lab. So hätten die verschiedenen Projekte und Initiativen zur Verbesserung der Verständlichkeit in der Versicherungsbranche bislang noch keine große Wirkung in den Versicherungsbedingungen erzielt, konstatieren die Experten.

So müsse der Stempel “Unverständlich” nach Ansicht von AMC weiterhin auf vielen Versicherungsbedingungen der Versicherer prangen. Habe es 2013 noch eine positive Entwicklung hinsichtlich der Verständlichkeit gegeben, sind es derzeit nur noch vereinzelte positive Beispiele, so die Experten.

Der Hauptkritikpunkt: Versicherungsbedingungen sind voll von Verständlichkeitsbarrieren, so der AMC. Diese reichen von zu langen Wörtern, über Schachtelsätze bis hin zu einer viel zu hohen Informationsdichte. Bis auf wenige Ausnahmen sind sämtliche AVB von zu langen Sätzen mit mehr als 20 Wörtern bestimmt. Da lässt sich dann auch schon mal ein Satz mit 69, 88 oder gar 116 Wörtern finden.

Positive Beispiele gebe es hingegen bei der Allianz, Basler, DKV, Ergo und HUK 24. Deren Versicherungsbedingungen zeichneten sich auch durch eine verständliche Sprache aus.

“Da die Verständlichkeit von Versicherungsdokumenten bereits seit einigen Jahren öffentlich diskutiert und untersucht wird, erstaunt es umso mehr, dass die Ergebnisse auch jetzt mehrheitlich unbefriedigend sind. Dabei sind etliche der Verständlichkeitsbarrieren, wie beispielsweise lange und verschachtelte Kettensätze, “hausgemacht’ und mit relativ einfachen Mitteln zu beheben”, kommentiert Oliver Haug, Geschäftsführer von Communication Lab, das Studienergebnis. (vwh/td)

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