Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Versicherer zögerlich bei IDD-Umsetzung

11.12.2015 – Die Mehrheit der deutschen Versicherer hat sich noch nicht mit der Umsetzung der neuen EU-Vermittlerrichtlinie IDD (Insurance Distribution Directive) beschäftigt. Der Grund liegt in den hohen Anforderungen an Vergütungssysteme, der Aus- und Weiterbildung sowie bei der Produkt- und Kundenberatung. Zu diesem Ergebnis kommt die Entscheider-Studie “IDD-Umsetzung in deutschen Versicherungsunternehmen” der Unternehmensberatung PPI AG.

Das Europaparlament hat die Vermittlerrichtlinie am 24. November 2015 verabschiedet. Jetzt besteht die Herausforderung für die Versicherer darin, die Umsetzung in bereits laufende Projekte zu integrieren. Der EU-Gesetzgeber greift so umfassend in den Vermittlermarkt ein, dass zahlreiche Prozesse in den Unternehmen betroffen seien, so PPI.

“Die Versicherer sollten die IDD bereits in ihre Projektplanung für 2016 aufnehmen, um die teils gravierenden Auswirkungen der EU-Verordnung berücksichtigen zu können”, sagt Sascha Däsler, Experte für Versicherungsvertrieb bei PPI. “Dies betrifft auch laufende Projekte beispielsweise bei der Digitalisierung von Vertriebs- und Kommunikationswegen. Bildlich gesprochen, sollten die Versicherer jetzt schon prüfen, ob sie bei einer ohnehin bereits aufgerissenen Straße eine zusätzliche Leitung verlegen können.”

Demnach haben sich laut Studie 54 Prozent der Versicherer noch gar nicht mit der Thematik befasst. Weitere elf Prozent haben mit der IDD verbundene Themen bestenfalls zur Hälfte hausintern adressiert. Ein riskantes Vorgehen, da sich der Teufel häufig im Detail versteckt. Ein möglicher Fallstrick seien laut Experte die Provisionsauskünfte, die Kunden beim Vertragsabschluss erhalten. “Die Versicherer müssen künftig auf Knopfdruck die Provisionsbestandteile offenlegen”, erläutert Dessler. (vwh/td)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

Abo | Shop | Magazin | Verlag | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten