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Versicherer vereinfachen ihre Bedingungswerke

06.11.2014 – OrtmannIn einer gestern veröffentlichten Studie zur Verständlichkeit von Produktinformationsblättern in der Berufsunfähigkeitsversicherung sind die Ergebnisse etwas besser geworden. „Dennoch lässt die Transparenz der PIBs weiterhin zu wünschen übrig“, kritisiert das Institut für Transparenz (ITA).

93 Produktinformationsblätter von 48 BU-Anbietern hat das ITA (PDF) in diesem Jahr untersucht. Davon bekamen sechs Tarife in punkto Verständlichkeit die Note „sehr gut“. Vor einem Jahr hatten nur die Aachen Münchener (Tarif BU) und die Alte Leipziger (SecurAL BV 10 und LBV 10) mit der Topnote abgeschnitten. Einige Anbieter haben ihre PIBs komplett überarbeitet. Basler, HDI, My Life und Zurich erhielten nun die Verständlichkeits-Note „sehr gut“. Im Vorjahr waren ihre Tarife aus Sicht des ITA nur „gut“ bis „ausreichend“ verständlich gewesen.

Der GDV hatte Ende September die Musterbedingungen für 29 Produktvarianten entschlackt, darunter auch drei Produktvarianten der Berufsunfähigkeitsversicherung. „So erfreulich es ist, dass einige wenige Anbieter ihre PIBs verbessert haben, so traurig ist es, dass die breite Masse das Thema offenbar nicht ernst nimmt“, kritisiert Mark Ortmann, Geschäftsführer des zu Morgen & Morgen gehörenden Instituts.

Was Übersichtlichkeit und Verständlichkeit anbetrifft, gibt es noch viele Mängel, stellt er fest. Zu einem gut verständlichen Text gehören eine nicht zu kleine Schrift, Schlagworte, leicht erkennbare Angaben zu den Kosten und nicht zuletzt kurze Sätze. “Selbst hoch gebildete Menschen benötigen mitunter eine halbe Stunde, um das Kauderwelsch in den Bedingungswerken zu entschlüsseln“, kommentierte Versicherungsvertrieb in der Ausgabe vom Februar 2014. (ba)

Foto: ITA-Chef Max Ortmann (Quelle: ITA)

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