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Versicherer-Apps fristen Nischendasein

02.05.2016 – App_Smartphone_Oleksiy_Mark_Fotolia_klSmartphones und Tablets sind heute bekanntlich nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Während die Zahl mobiler Applikationen in den vergangenen Jahren einen gewaltigen Boom erlebt hat, fristen die Apps der Versicherer weiterhin nur ein Nischendasein. So kennt aktuell nur jeder zehnte deutsche Smartphone-Nutzer im Alter zwischen 18 und 65 Jahren überhaupt eine Versicherer-App.

So haben laut einer neuen Trendstudie von Heute und Morgen lediglich acht Prozent der Befragten derzeit eine oder mehrere Apps von Versicherungen auf dem Smartphone oder Tablet installiert. Allerdings kenne nur gut jeder Zweite davon die Inhalte oder die Namen der Apps. Die Zahl aktiver Nutzer schätzt Heute und Morgen derzeit auf unter fünf Prozent. Damit hinkt die Branche noch hinter Banken, Krankenkassen und anderen Anbietern deutlich hinterher.

Die Gründe für die geringe Verbreitung sehen die Experten jedoch weniger kundenseitig als hausgemacht: Zwar sei ein ausreichendes Nutzungspotential vorhanden. Vielmehr hapere es jedoch an deren aktiver Kommunikation und insbesondere an der Entwicklung von Apps, die echten Nutzen und Mehrwert stiften. Zudem konstatiert die Studie ein hohes Interesse der Bundesbürger an entsprechenden Anwendungen.

Aktuell befürworten 69 Prozent der Smartphone-Nutzer, dass die Versicherer bei Neuerungen wie Apps mit dem Puls der Zeit gehen. Dies sind 18 Prozentpunkte mehr als noch 2013 (51 Prozent). Zudem würden sich 59 Prozent der Befragten eine entsprechende App auch anschauen, wenn sie von ihrem Versicherer darüber auch informiert werden. 2013 waren dies noch 42 Prozent. Lediglich 14 Prozent der potentiellen App-Nutzer zeigen daran weiterhin keinerlei Interesse.

“Gerade im Bereich der Leistungs- und Schadenregulierung bestehen große innovative Potenziale, via Service-Apps die Prozesse zu vereinfachen, zu beschleunigen und kostengünstiger zu gestalten”, sagt Tanja Höllger, Geschäftsführerin bei Heute und Morgen.

“Allerdings gelingt dies nur über App-Entwicklungen und damit verbundene Kommunikationskonzepte, die Kunden deutlich stärker informieren und begeistern. Nur so landen Versicherer auch tatsächlich auf deren Smartphones und Tablets. Mit halbherzigen ‘Testballons’ oder reinen Werbe- und ‘Nice-to-Have’-Konzepten ohne spürbaren bzw. alltagsrelevanten Servicecharakter wird dies nicht erreicht”, ergänzt Höllger. (vwh/td)

Bildquelle: Mark Oleksy / Fotolia

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