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Vereinfachte Prüfung schwere Hypothek bei BU

13.03.2014 – franke-bornberg-logo-150Die vereinfachte Risikoprüfung stellt laut Franke & Bornberg bei BU-Versicherungen eine riskante Hypothek für die Zukunft dar. Die Analysten mahnen auch an, dass Stichproben bei Blanko-Anträgen zudem Risiken für Kunden offenbart hätten. Im Gesamtergebnis des jährlichen BU-Unternehmensratings erhalten die sieben untersuchten Lebensversicherer Aachen Münchener, Ergo, HDI, Nürnberger, Stuttgarter, Swiss Life und Zurich Deutscher Herold die Bestnote „FFF“ für ihre stabile, professionelle und faire Handhabung des BU-Geschäftes.

Die bewerteten Unternehmen verwalten rund 4,8 Millionen BU-Verträge und wiesen in 2012 über 22.000 BU-Leistungsfall-Neuanmeldungen auf. Einzigartig bei diesem Rating ist laut Pressemitteilung die umfangreiche Stichprobe und Überprüfung der Prozesse vor Ort in den Unternehmen, mit dem unter anderen die erhobenen Daten überprüft werden. So würden beispielsweise mindestens 100 Leistungsfälle pro Gesellschaft durch die Experten von Franke und Bornberg in die Stichprobe einbezogen und hinsichtlich Bearbeitungsdauer und Auffälligkeiten detailliert analysiert.

Besonders kritisch zu sehen seien laut Franke zum Beispiel großangelegte Aktionen von Versicherern, Anträge mit vereinfachter Risikoprüfung anzunehmen. Diese stellten eine riskante Hypothek für die Zukunft dar und könnten langfristig die Überschussbeteiligung gefährden. Ein Thema, das Franke und Bornberg seit Jahren bewegt, ist die hohe Zahl von Anträgen, bei denen sich die Versicherungskunden für vollständig gesund erklären und alle Antragsfragen nach aktuellen oder vergangenen Erkrankungen verneinen. Stichproben bei diesen sogenannten „Blanko-Anträgen“ haben ergeben, dass hier vielfach – sicherlich aus unterschiedlichsten Gründen – notwendige Angaben unterbleiben. „Viele Versicherte gehen damit bewusst oder unbewusst ein hohes Risiko ein“, mahnt Michael Franke. „Denn es droht im Leistungsfall der Verlust des Versicherungsschutzes aufgrund der Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht.“

Franke sieht durchaus auch die Versicherungsunternehmen in der Verantwortung: „Aufgrund der Reform des Versicherungsvertragsgesetztes ist das Rücktrittsrecht des Versicherers auf einen Zeitraum von zehn Jahren begrenzt. Tritt der Leistungsfall später ein, muss die Gesellschaft trotz Anzeigepflichtverletzung zahlen. Die Unternehmen sind also in ihrem eigenen Interesse dazu aufgerufen, dem Problem der ‘Blanko-Anträge’ zu begegnen.“

Link: Das Franke & Bornberg BU-Unternehmensrating

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