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Unternehmen unterschätzen Cyberrisiken

28.10.2016 – Cyberattacke, Hacker, Cyber - quelle GDVDie Unternehmen werden sich der Gefährdung durch Cyberrisiken zunehmend bewusster. Allerdings kann die Gefährungslage nach wie vor nicht richtig eingeschätzt werden, konstatiert der Versicherungsmakler Marsh in seinem aktuellen Continental European Cyber Risk Survey Report. Gleichzeitig sind die Hackerattacken auf deutsche Firmen deutlich gestiegen.

Demnach sehen laut Marsh aktuell 69 Prozent der befragten kontinentaleuropäischen Unternehmen die größten Bedrohungen in Betriebs- bzw. Systemstörungen (33 Prozent) und in menschlichem Versagen (36 Prozent), wozu beispielsweise Datenmissbrauch aus dem Verlust von mobilen Geräten gehört. Mehr als 24 Prozent nannten Betriebsunterbrechungen, 19 Prozent den Verlust von Kundendaten als größte Risiken im Hinblick auf das Schadenausmaß. Bei einem Drittel gehören Cyber-Risiken zu den Top-5-Risiken des Unternehmens, konstatiert der Versicherungsmakler.

In Deutschland sind laut Marsh mit 25 Prozent fast doppelt soviele Unternehmen Opfer von Cyberattacken geworden. Die Dunkelziffer der nicht bemerkten Fälle ist laut Marsh hingegen deutlich höher. Ein weiteres zentrales Ergebnis lautet: 27 Prozent der teilnehmenden Firmen erklärten, organisiertes Verbrechen könnte die größten Auswirkungen auf ihr Unternehmen haben. Zum Vergleich: 2015 waren es lediglich elf Prozent. Als größtes Cyber-Risiko werden in den deutschen Firmenzentralen mit 39 Prozent nach wie vor Betriebs- und Systemstörungen betrachtet.

Darüber hinaus ist die Nachfrage an Cyberpolicen weiter gestiegen, ergänzt der Versicherungsmakler. So gaben 35 Prozent der befragten Unternehmen an, in den kommenden Monaten entsprechende Angebote einzuholen. “Die Bedrohung durch Cyber-Angriffe ist für Unternehmen jeder Größe und Branche real und sollte wie alle betrieblichen Risiken analysiert und abgesichert werden”, sagt Georg Bräuchle, Chief Market Officer und Geschäftsführer von Marsh Deutschland. “Die Schäden sind so unterschiedlich und komplex, da greift es zu kurz, diesem Problem rein technisch zu begegnen. Entscheidend ist, im Fall der Fälle handlungsfähig zu bleiben”. (vwh/td)

Bildquelle: GDV

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