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Umfrage: Lebensversicherer halten an Garantiezins fest

10.08.2015 – Dem Ausstieg der großen Player Talanx und Generali aus dem Lebensversicherungsgeschäft scheinen vor erst wenige zu folgen. Die meisten Lebensversicherer bieten weiterhin klassische Policen an, setzen jedoch verstärkt auf neue Produkte mit größeren Renditechancen. Das ergab eine Umfrage von Euro am Sonntag.

Allianz, R+V, Debeka, Ergo, Nürnberger, Bayern Versicherung und AXA werden weiterhin Kapitallebens- und private Rentenversicherungen mit dem aktuellen Garantiezins von jährlich 1,25 Prozent anbieten.

Auch die meisten kleineren Versicherer, die an der Umfrage teilgenommen hatten, bekennen sich zu den klassischen Produkten, namentlich Alte Leipziger, Die Bayerische, Iduna, Provinzial Nordwest, Provinzial Rheinland, SV Sparkassenversicherung sowie Swiss Life und Württembergische. Man bleibe beim “bewährtem Instrument – auch für den Fall, dass sich die Zinsmärkte wieder normalisieren”, begründet Swiss Life seine Position.

Allerdings bröckelt die Phalanx. Eine Zinswende scheint nicht in Sicht und die Nachfrage nach klassischen Lebensversicherungen sinkt ebenfalls, vor allem wegen sinkender Überschussbeteiligungen. Ferner kämpft die Branche mit den Eigenkapitalregeln von Solvency II. Die Branche muss viel Geld für Garantien zurücklegen, die für die komplette Laufzeit der Verträge gelten.

Folglich setzen die meisten befragten Versicherer verstärkt auf neuartige Produkte, die weniger Sicherheit, aber mehr Renditechancen bieten. (vwh/dg)

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