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IT-Systeme decken nicht die Bedürfnisse ab

29.11.2016 – tim_utke_sollersVon Tim Utke. Mit Ausnahme der Kernsysteme gibt es wohl kein wichtigeres IT-System für Versicherer, als Plattformen zum Absatz der Produkte. Weil diese sogenannten Front-Ends von einer Vielzahl an Nutzern mit stark divergenten Bedürfnissen genutzt werden, sind sie meist individuell entwickelt und wachsen mit der Zeit zu unübersichtlichen und komplizierten Systemen heran.

So ergab eine neue Studie der IT-Unternehmensberatung Sollers Consulting, dass die meisten Systeme die Bedürfnisse der Versicherer nicht abdecken. Im Vorfeld hatten die IT-Experten bereits 15 Front-Ends für große Versicherer wie Generali erstellt und dabei wertvolle Einblicke in die Praxis erhalten.

“Für die Studie haben wir Banking-Verkaufssysteme, Agentenportale, Makler- und Direktverkaufsysteme sowie Multi-Kanal-Verkaufsplattformen untersucht”, erläutert Tomasz Kotecki, Consultant bei Sollers Consulting. “In einem mehrtägigen Workshop mit IT- und Wirtschaftsfachleuten aus der Versicherungsbranche haben wir 113 kritische Anforderungen ermittelt und diese auf die sechs Themenblöcke Verkauf, Architektur/Infrastruktur, Technik, Produkte, Policen und Kundenbetreuung zugeteilt. Die beiden wichtigsten Merkmale, die ein System nach Versichererangaben ausmacht, ist als ein sogenanntes Standalone-System eigenständig zu funktionieren und als Front-End für ein Kernsystem zu dienen.”

Sollers selbst reagiert darauf mit einem eigenen System: RIFE (Responsive Integrable Front-End) richtet sich zunächst an Versicherungsangestellte oder Vermittler, die vom Versicherer entwickelte Produkte in RIFE abbilden und für den Vertrieb verfügbar machen. Dazu benötigen sie keine schwer zu erlernenden IT-Kenntnisse, wie es derzeit in der Praxis der Fall ist. Es ist denkbar, dass RIFE in künftigen Versionen z. B. als DIRECT-Variante auch im Endkundenvertrieb eingesetzt werden kann.

Aus UX-Sicht (User Experience) bringt RIFE den entscheidenden Vorteil, dass der praxiserprobte Nutzer weiß, worauf es bei der Gestaltung des Verlaufsprozesses ankommt und dass er bereits bei der Strukturierung der Verkaufsseiten diese Punkte berücksichtigen kann. So spart der Versicherer nicht nur teures IT-Personal, sondern kann den Vertrieb selbst ermächtigen, sich mit den Mitteln auszustatten, die er tagtäglich benötigt.

Bild: Tim Utke ist Business Analyst bei Sollers Consulting

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