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Studie: Deutsche können mit Honorarberatung nur wenig anfangen

22.10.2014 – Die große Mehrheit der Deutschen (74 Prozent) kann sich nur schwer vorstellen, für eine gute Versicherungs- oder Finanzberatung ein Honorar zu bezahlen. Jeder fünfte Bundesbürger würde hingegen bezahlen. Die durch das Honorarberatungsgesetz, das am 1. August in Kraft getreten ist, ermöglichte Beratung gegen Bezahlung findet daher bei den Deutschen aktuell eher wenig Anklang. Etwas aufgeschlossener sind dabei Jüngere (18 bis 24 Jahre). Unter ihnen würde rund jeder Dritte (36 Prozent) für ein Beratungsgespräch Geld auf den Tisch legen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der ServiceRating GmbH.

Die geringe Akzeptanz spiegelt sich auch in der Höhe der Bezahlung wider: Für eine Versicherungsberatung (2×2 Stunden inkl. Angebotsberechnung und Vorbereitung von Unterlagen) würde knapp die Hälfte der Befragen (47 Prozent) nicht mehr als 50 Euro bezahlen wollen. 18 Prozent würden zwischen 50 und 100 Euro ausgeben und gerade einmal fünf Prozent würden zwischen 100 und 200 Euro. Nach Schätzung von Branchenexperten müsste eine solche Beratung aber knapp 400 Euro kosten, um den notwendigen Aufwand widerzuspiegeln.

Am ehesten würden die Befragten für die Versicherungs- oder Finanzberatung bezahlen, wenn sie im Gegenzug beim Abschluss die Beraterprovision einmalig gutgeschrieben bekommen (28 Prozent). Eine qualitativ hochwertige Beratung sowie ein kompetenter Berater stellen für immerhin 18 Prozent der Befragten einen guten Grund für die Honorarberatung dar. Jeweils 16 Prozent würden für die Beratung bezahlen, wenn diese von Anbietern und Beratern unabhängig ist oder der Berater die Interessen des Kunden verfolgt. Die hohe Unsicherheit zum Thema spiegelt sich aber in 22 Prozent der Antworten für „weiß nicht“ wider. (vwh)

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