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SDK-Chef: “Wir brauchen keine Telematik-Tarife”

05.08.2015 – kantakBei der Neuausrichtung der Süddeutschen Krankenversicherung als Gesundheitsspezialist verzichtet Vorstandsvorsitzender Ralf Kantak bewusst auf die Individualisierung der Tarife. Darin liege “das Solidarprinzip der Versichertengemeinschaft, das einen zentralen Kern der Privaten Krankenversicherung darstellt, aufgelöst”, begründet Kantak seine Position.

Der “gläserne Kunde” kann und soll keineswegs Ziel seines Unternehmens sein. Damit geht die SDK einen anderen Weg als Mitbewerber am Markt, die in der Sammlung von Gesundheits-Daten Anreize für eine gesündere Lebensführung sehen und über Rabattsysteme belohnen wollen. Das stellt Ralf Kantak infrage: “Was passiert aber mit den Kunden, die nicht bereitwillig ihre Gesundheitsdaten zur Verfügung stellen?” Diese müssten dann seiner Meinung nach mit Tarifaufschlägen rechnen und damit deutlich mehr bezahlen.

Der SDK-Chef betont, dass das Vertrauensverhältnis gerade bei sensiblen Gesundheitsfragen besonders hoch zu bewerten sei und eine Misstrauenskultur durch eine elektronische Überwachung unbedingt vermieden werden müsste.

“Deshalb investieren wir stärker in passgenaue Produktlösungen und Dienstleistungen, die dem Kunden Mehrwert bringen und ihn bei der Lösung von Gesundheitsfragen umfassend unterstützen. Dafür brauchen wir keine Telematik-Tarife.” (vwh/dg)

Bild: Ralf Kantak, Vorstandsvorsitzender der Süddeutschen Krankenversicherung a. G. (Quelle: SDK)

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