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Rentenlücken kann man nicht auf Bierdeckeln vorrechnen

19.02.2015 – Beratungsprogramme sind in der Versicherungsbranche seit mehr als fünfzehn Jahren im Einsatz, heißt es in der Erstausgabe von VALUE – das Beratermagazin. Dabei vereinfachen sie den Beratungsprozess und erhöhen die Kundenbindung. In der Praxis scheut die Mehrzahl der Berater vor den Programmen zurück. Es geht um Vertrauen und den Faktor Mensch.

Klaus Jaeger glaubt an Standards. „Eine widerspruchsfreie, reproduzierbare und standardisierte Finanzberatung ist möglich“, sagt der emeritierte Volkswirtschaftsprofessor. Jaeger hat das Analysetool Defino mitentwickelt. Mit großer Unterstützung aus der Branche wird dieses Tool zu einer DIN-Norm entwickelt.

Neben Defino sind eine ganze Reihe weiterer Beratungsprogramme am Markt erhältlich, von MWS Braun (Banken, Steuerberater, Finanzdienstleistungsunternehmen) über Suretec (Maklermanagement AG, Swiss Life Select, Zeus u.v.a.m.) bis hin zu Elaxy (Bonnfinanz, Mayflower Capital, Banken u.a.).

Schlechte Zeiten für Old-School-Vermittler, schreibt VALUE: Berater, die Rentenlücken auf einem Bierdeckel berechnen, werden wohl auf Dauer verschwinden. Dafür sorgt auch die Konkurrenz durch die Banken. Den Kreditinstituten fällt die ganzheitliche Kundenberatung leichter als den Versicherern. Auch in puncto Service sind sie den Versicherern eine Nasenlänge voraus.

Trotzdem trauen die Vertriebs-Chefs der Versicherer den Programmen nicht so recht über den Weg. Ganzheitliche Beratung kann und soll nicht das persönliche Beratungsgespräch ersetzen, ist man bei den Versicherern überzeugt. (ba)

VALUE befasst sich in seiner Erstausgabe außerdem mit dem Bewegungsmangel der Deutschen, mit Garantiefonds und den Folgen des LVRG.

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