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Provisionsabgabeverbot ist “quasi tot”

12.10.2015 – Provision_pauline_pixelioDas Provisionsabgabeverbot steht nach einem Referentenentwurf aus dem Finanzministerium in der Diskussion: “Das würde auch für noch mehr Rechtssicherheit bei der Einführung alternativer Vergütungsmodelle sorgen, da einigen Modellen das Provisionsabgabeverbot zumindest noch theoretisch entgegensteht”, sagt AfW-Chef Norman Wirth. “Liberales Denken in Zeiten des Megatrends Transparenz ist notwendig”, ergänzt Finanzberater Frank Frommholz.

“Ein Provisionsabgabeverbot beziehungsweise eine ausufernde Diskussion, ob das letztendlich sinnvoll ist, ist wirklich wenig zielführend”, ergänzt Frommholz auf Anfrage von VWheute. Auf die Frage, was es denn bedeuten würde für die Honorarberatung, sollte das Provisionsabgabeverbot kippen, sagt er: “Das Provisionsabgabeverbot will Handlungen staatlich regeln. Ein heute eingeführtes Honorarvereinbarungsverbot würde dem entsprechen. Historisch gesehen hat der Staat allerdings sehr selten wirklich fruchtbar regulierend eingegriffen.”

Norman Wirth
sieht das ähnlich: “Ich würde es nur für konsequent halten, wenn das Verbot endlich auch formal aufgehoben wird. Fakt ist: Es ist in seiner derzeitigen Ausgestaltung quasi tot und der Gesetzgeber hat seither keine Anstrengung einer Wiederbelebung gezeigt. Weder beim LVRG noch bei der Novelle des VVG wurde er hierzu aktiv. Ein klares Signal, welches jetzt nur noch manifestiert würde.” (ku)

Bildquelle: Pauline/ pixelio

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