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Pools experimentieren mit Honorarmodellen

13.05.2015 – Pools_Finance_baDie Vergütungsformen bei Maklern beginnen sich zu verändern, berichteten Vertreter von Maklerpools gestern auf der Pools & Finance in Frankfurt. „Wir werden andere Vergütungsmodelle sehen“, sagte Sebastian Grabmaier von Jung, DMS & Cie. Honorarmodelle sollen die bröckelnden Einnahmen im klassischen Provisionsgeschäft auffangen.

Grabmaier widersprach einer Untersuchung von Towers Watson und des Versicherungsjournals, wonach die Provisionen in der Lebensversicherung bislang nicht zurückgegangen sind. „Das Niveau fällt“, sagte Grabmaier gestern. „Aber nur in der Lebensversicherung, nicht bei Biometrieprodukten.“ 120 Aussteller waren in die Frankfurter Messehallen gekommen, um über ihre Produkte zu informieren, darunter vor allem Versicherer und Fonds, aber auch die vier Veranstalter-Pools und die Verbände AfW und Votum.

Votum entwickelt derzeit ein Modell für eine „hybride Vergütung“, bei der Provisionen durch Honorarvereinbarungen ergänzt werden sollen. „Wir sehen einen Bedarf, Zusatzvergütungen zu generieren“, sagte Votum-Sprecher Matthias Leidt.

Dabei wird die Honorarberatung auch auf lange Sicht eine Nische bleiben, die nur von betuchten Privatkunden wahrgenommen wird, sind sich die Sprecher der Pools einig. Nicht einer der Vertreter von BCA, Jung, DMS & Cie., Degenia, Maxpool glaubt, dass Honorare in Zukunft die Haupteinnahmequelle von Maklern sein werden. „Ich sehe nicht, dass der Maklerbetrieb in Zukunft von Honoraren leben wird“, sagte Oliver Drewes von Maxpool. „Der Massenmarkt ist nicht honorartauglich.“ (ba)

Bild: Die Pools & Finance von oben betrachtet. (Quelle: ba)

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