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PKV warnt vor ausländischen Krankenversicherungen

04.04.2014 – PKVVerstoß gegen das Versicherungsvertragsgesetz und gegen das Versicherungsaufsichtsgesetz, fehlende Altersrückstellungen, unkalkulierbare Kostensteigerung im Alter und ein großes Kündigungsrisiko im Krankheitsfall. Das sind nach Ansicht des Verbandes der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) die wichtigsten Kritikpunkte an Versicherungspolicen europäischer Provenienz. Vermittler sollten davor eher warnen, als solche Produkte zu verkaufen, so der Verband in seinem Hausmagazin PKVpublik.

Wenn private Krankenversicherungen wie klassische Schadenspolicen designed und kalkuliert werden, besteht das Risiko einer Kostenexplosion gerade dann, wenn im Alter die Bezüge und Pensionen zurückgehen. Dazu Florian Reuther, Geschäftsführer Recht im PKV-Verband: “Wer einen solchen Tarif abschließt, wird leider mit hundertprozentiger Sicherheit irgendwann die Rechnung dafür zahlen müssen”. Und diese Rechnung wird gesalzen sein, auch wenn, wieder erwarten die Gesundheitskosten in Deutschland nicht weiter ansteigen.

Wenn, so der Verband weiter, die Versicherten ihren Vertrag dann überhaupt noch besitzen: Denn anders als nach deutschem Recht ist das ordentliche Kündigungsrecht des Versicherungsunternehmens bei ausländischen Produkten nicht zwangsläufig verboten. D.h. konkret, wenn der Versicherungsnehmer nach Einschätzung des Versicherers zu hohe Kosten verursacht, kann ihm gekündigt werden.

Darüber hinaus gibt es nach Ansicht des Privaten Kassen Verbandes noch weitere große Nachteile: Beitragserhöhungen werden nicht, wie hierzulande üblich, von einem unabhängigen Treuhänder geprüft. Es entfällt zudem das gesetzliche Tarifwechselrecht, und schließlich kann für Versicherungsverträge aus dem EU-/EWR-Raum in der Regel kein Arbeitgeberzuschuss verlangt werden. Selbstverständlich ist im Falle eines Konfliktes auch der Gang zum PKV-Ombudsmann versperrt. Reuther empfiehlt Maklern deshalb, unbedingt auf den Abschluss einer PKV nach deutschem Recht hin zu beraten, andernfalls droht den Kunden “mit Sicherheit ein böses Erwachen – und das nicht zwangsläufig erst im Alter.” (vwh)

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