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Mylius: Striktes Provisionsverbot ist unwahrscheinlich

10.04.2015 – Christian_MyliusIn Deutschland ist “ein striktes und vollumfängliches Provisionsverbot unwahrscheinlich”, prophezeit Christian Mylius, Partner der Beratungsgesellschaft Innovalue. Neben “einer drohenden Unterversorgung wäre auch die von plötzlicher Arbeitslosigkeit bedrohte Berufsgruppe der Vermittler zu groß”, schreibt der Experte in einem Marktkommentar.

Allerdings biete die hohe Vermittlerdichte sowohl “Anlass für als auch Schutz vor einem disruptiven Markteingriff durch die Politik”. Vielmehr werde es Raum für verschiedene Geschäftsmodelle geben, die den Vermittlern “auch in Zukunft ein entsprechendes Auskommen ermöglichen” werde, schreibt Mylius weiter.

Zudem sieht es der Experte als unwahrscheinlich an, dass die Vermittlerdichte in Deutschland “um ein vielfaches höher bleiben wird als im europäischen Ausland”. Dafür seien die “Überkapazitäten und Einsparpotenziale zu offensichtlich”, so der Experte.

Dass die massiven staatlichen Eingriffe zudem die Auswirkungen auf die Versorgung der Kunden falsch eingeschätzt wurden, zeigten Großbritannien und die Niederlande. Hier musste der Gesetzgeber mehrfach nachbessern, so Mylius. Einen anderen Weg seien hingegen Schweden und Finnland gegangen, wo die Branche mit eigenen Vorschlägen die Regulierung angestoßen und konstruktiv begleitet habe. (vwh/td)

Bild: Christian Mylius (Quelle: Innovalue)

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