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“Mehrfachagenten sind faktisch ein Scheinmakler”

18.03.2015 – “Sie wollen raus aus der Ausschließlichkeit?” Ein Schild mit dieser Fragestellung trug eine junge Dame wacker durch die Reihen der rund 270 Aussteller, die sich bei der mittlerweile 9. MMM-Messe des Maklerpools Fonds Finanz Maklerservice GmbH in München präsentierten.

Manch Teilnehmer an der Veranstaltung mit Dirk Müller, bekannt als “Mr. Dax”, und dem Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen als Starrednern wird sich solch einen Schritt allerdings gut überlegen, wenn er unter den rund 100 dort angebotenen Fachvorträgen jenen zum Thema “Haftungsfallen im Vertriebsalltag” besucht hat.

Dort ließ Ulrike Specht von der Rechtsanwaltskanzlei Poluka Sobola Loibl & Partner nämlich wissen, dass schon derjenige, “der sich wie ein Makler benimmt”, aber beispielsweise als Mehrfachagent faktisch nur ein Scheinmakler ist. Trotzdem gilt er rechtlich schon als “Sachwalter des Kunden”. Damit unterliege er den regulatorischen Rahmenbedingungen des Maklerstatus.

Und diese sind aus Sicht der Juristin so beschaffen, dass solche Vermittler eigentlich am besten nur noch mit dem eigenen Anwalt zu ihren Kunden gehen. Auch könne beispielsweise schon die Verwendung eines von einem Versicherer bereitgestellten Formulars für Makler leicht zu einer Haftungsfalle werden. (rem)

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der nächsten Ausgabe von VALUE. Das Beratermagazin.

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