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Maklerbefragung – LVRG wird Makler härter als Pools treffen

20.11.2014 – Rund zwei Drittel (64 Prozent) der unabhängigen Finanz- und Versicherungsmakler glauben, dass das Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) hauptsächlich die Maklerbüros gegenüber den Maklerpools und Versicherern schwächen wird. Fast genauso viele (63 Prozent) denken nicht, dass das LVRG spätestens ab 2016 den Maklerpools die Existenzgrundlage entziehen wird, fasst das Marktforschungsunternehmen Yougov die neuesten Umfrageergebnisse zum Thema LVRG und Maklerpools zusammen.

Dennoch ist der Anteil der Makler mit Poolanbindung mit 84 Prozent ungebrochen hoch. Nur gut jedes sechste der klein- und mittelständischen Maklerbüros (16 Prozent) – meist die größeren – nutzt keinen Maklerpool. Auch die Anzahl der genutzten Pools liegt unter den Maklern mit Poolanbindung nahezu unverändert seit 2012 bei 2,4 im Durchschnitt.

Ein rechtlich abgesichertes Bestandssicherungssystem ist für ein Drittel der Makler (36 Prozent) zum absoluten Muss geworden. Weitere 39 Prozent erachten dieses zumindest als wichtig. Damit ist eine neue Angebotsqualität in der Beurteilung von Maklerpools mit hoher Relevanz für die Auswahl und Zusammenarbeit eingetreten. Rund ein Fünftel der Makler sind mit ihren aktuellen Pools hinsichtlich der Rechtssicherheit zur Bestandssicherung unzufrieden. Auffällig bei der Beurteilung einzelner Pools ist eine teilweise starke Polarisierung der Bestandssicherungssysteme bei Beendigung der Zusammenarbeit, was auf eine unklare Informationslage für viele Makler hindeutet.

Wie die aktuellste Erhebung des „Makler-Absatzbarometer“ zeigt, ist der Absatz im Privatkundengeschäft im dritten Quartal 2014 im Vergleich zum zweiten um einen Indexpunkt gefallen und liegt aktuell bei 55 Punkten (Wertebereich von 0-100, Expansionsschwelle = 50). Auf Spartenebene finden sich die stärksten Veränderungen bei den Lebens- und Rentenversicherungen (+5 Indexpunkte). Hierfür ist der wenn auch schwache Vertriebsmotor „Absenkung der Mindestverzinsung“ von Bedeutung. Mit einer leicht positiven Veränderung von einem Indexpunkt gegenüber dem letzten Quartal pendelt sich die Absatzentwicklung im Firmenkundengeschäft mit 57 Punkten auf das Niveau des Vorjahresendes ein. Auf Spartenebene finden sich die stärksten Veränderungen im Bereich Kredit. Hier sinkt die Absatzentwicklung um minus sechs Punkte, während die anderen Sparten vor allem die bAV-Sparte mit einer verstärkten Nachfrage nach Direktversicherungen einen positiven Trend verzeichnen. (vwh)

Link: Studienüberblick (PDF)

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