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Makler blasen zum Angriff auf Banken und Fintechs

28.01.2016 – oliver_lang_dgMakler sollen von der Misere des Neukundengeschäfts der Banken profitieren und sich  besser vermarkten, fordert BCA-Vorstand Oliver Lang auf einem Fonds-Kongress in Mannheim. Von Fintechs erwartet er keine Gefahr, sie seien nur medial erfolgreich, nicht wirtschaftlich. Denn: “Bei 90 Prozent der Fintechs löst der Kunde mit einem Knopfdruck eigentlich nur einen Maklerauftrag aus.”

Für den Vorstand des Maklerpools BCA sei es erstaunlich, dass trotz niedriger Zinsen die Einlagen steigen. Aber die Banken würden ihr Traditionsgeschäft verlassen und bei Neukunden-Marketing sparen. “Sie wollen das Geld der Kunden nicht. Makler müssen als freie Dienstleister diese Situation ausnutzen und auf Augenhöhe mit den Banken sich gegenüber den Kunden präsentieren”, motiviert Oliver Lang sein Publikum in Mannheim. Dazu seien Investitionen in Eigenwerbung der Makler nötig, besonders im Online-Auftritt. Schließlich informieren sich Kunden online.

Sebastian Grabmaier, Vorstandsvorsitzender von Jung, DMS & Cie, ergänzt in seinem Vortrag: “Mobile Applikationen sind in der Finanzbranche alltäglich. Aber die Versicherungsbranche hat nur Check24. Makler dürfen sich von Fintechs nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Sie müssen selbst zum Fintech werden.”

Die Teilnehmer der Veranstaltung teilen diese Sichtweise, darunter auch Steffen Eisenbeiß, Geschäftsführer der step by step Finanzplan GmbH. Dass Finanz-Start-ups oder Roboter seine Beratertätigkeit irgendwann ersetzen, darüber mache er sich keine Sorgen. “Durch meine Anbindung an einen Pool bin technisch so ausgestattet wie ein Roboter. Nur als Einzelkämpfer ohne Pool würde ich mir Gedanken machen”, sagt Eisenbeiß. (dg)

Bild: BCA-Vorstand Oliver Lang (Quelle: dg)

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