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Makler muss über Widerrufsrecht informieren

07.03.2016 – Paragraf_Thorben Wengert_pixelioSchließt ein Versicherungsmakler einen Vertrag mit einem Kunden in dessen Zuhause ab, muss er diesen ebenfalls über sein Widerrufsrecht informieren. Dies entschied das Landgericht Stuttgart (Az.: 33 O 57/15 KfH). Widerrufe der Kunde zudem fristgerecht seinen Vertrag, darf der vermittlende Makler weder ein Honorar noch eine Provision verlangen.

Im vorliegenden Fall hatte eine Frau ihren Riester-Vertrag fristgerecht widerrufen. Der Makler berechnete ihr hingegen rund 2.000 Euro für seine entgangene Provision sowie rund 1.300 Euro für seine Beratertätigkeit. Dies war nach Ansicht der Stuttgarter Richter unzulässig. Zudem musste der Makler eine Unterlassungerklärung unterzeichnen, woraufhin er keine Klauseln mehr im Vertrag verwenden durftem, die für den Kunden überraschend seien oder diesen benachteiligen.

Demnach dürfen Makler entsprechende Entgelte – etwa für eine Beratungsleistung – nur fordern, wenn sie dies vorher eindeutig vertraglich mit dem Kunden vereinbart haben. “Solche Preise dürfen Makler nicht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen verstecken”, sagt Verbraucherschützer Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. (vwh/td)

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

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