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LVRG: Schwarzer Peter jetzt bei den Versicherern

24.07.2014 – Pradetto“Das LVRG gefährdet langfristig die Zukunft vieler Vermittler.” Oliver Pradetto, Chef des Maklerpools blau direkt, rechnet mit bis zu 30 Prozent wegbrechenden Vermittlern. Zur Zukunft der Maklerpools äußerte er sich im Gespräch mit VWheute-Korrespondent Wolfgang Otte.

“Natürlich werden in der Folge weitere Pools aufgeben, denn sie sind den Auswirkungen als Multiplikatoren in vielfacher Weise ausgesetzt. Allerdings hat das LVRG den schwarzen Peter, die Kostenstruktur zu senken, erstmal zu den Versicherern zurückgeschoben.”

Oliver Pradetto geht ins Detail: “Diese stehen unter massivem Konkurrenzdruck. Ich erwarte daher, dass viele Versicherer erst einmal abwarten und hoffen, dass die Konkurrenz zuerst ihre Provisionen senkt. In der Folge wird es zum 01.01.2015 nur vereinzelt Absenkungen des Provisionsniveaus geben.”

Gleichzeitig könne das LVRG, so Pradetto, eine Chance für Maklerpools sein: “Das LVRG erhöht den Verhandlungsdruck für kleinere Makler. Der höhere Aufwand und die zu erwartenden Margenabsenkungen zwingen kleinere Betriebe, sich endlich effizienter und arbeitsteiliger aufzustellen. Das wird gut aufgestellten Pools einen enormen Zulauf bringen. Last but not least: Die Änderungen werden Preisgefüge und Annahmepolitik bei den biometrischen Risiken sehr nachteilig für den Kunden verändern. Wenn die Vermittler das verstehen, erleben wir ein Jahresendgeschäft, wie wir es noch nicht gesehen haben.”

Lesen Sie in einer der weiteren Ausgaben des Tagesreports für die Versicherungswirtschaft den zweiten Teil des Interviews mit Oliver Pradetto.

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