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“Lieber Töchter als Fremde”

01.10.2015 – sabine_brunotte_agvFrauen im Versicherungs-Vertrieb, vor allem mehr Frauen in Führungspositionen des Vertriebs, das war ein Schwerpunktthema der Personalleitertagung Außendienst des AGV. Die sogenannten “Vertriebsprokuristen” trafen sich gestern in Eltville. Frauen sind wichtig für den Vertrieb, vor allem weil es einen großen Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs gibt und Frauen besser als Männer auf Kunden eingehen können, so die These von Sabine Brunotte.

Die Beraterin hat selbst 26 Jahre im Vertrieb der Allianz gearbeitet hat. Frauen würden im Alter zwischen 20 und 30 die Bedeutung der Arbeit für ihr Leben definieren, zwischen 30 und 40 einen Kompromiss zwischen Arbeit und Familie suchen und sich zwischen 40 und 50 neu ausrichten. Deshalb ihr Rat: “Passen Sie auf die Frauen Anfang 50 auf, damit sie Ihnen nicht von der Fahne gehen!” Und sie empfahl eine systematische Planung der Agenturnachfolge nach dem Motto “Lieber Töchter als Fremde”.

Zeliha Hanning, Leiterin Produktentwicklung Privatkunden und zuvor 14 Jahre im Vertrieb der Württembergischen, berichtete über die erfolgreiche Initiative “Gender Diversity” des W&W-Konzerns: Führungskräfte sprechen Frauen gezielt an und fördern sie, die Prävenzkultur wird gelockert, ein Frauen-Netzwerk wurde aufgebaut. Führungskräfte – männliche wie weibliche – würden unbewusst solche Nachfolger bevorzugen, die ihnen ähnlich seien, so die Erfahrung von Zeliha Hanning.

Das habe sie auch gemacht und als Bezirksdirektorin in Freiburg bei der Agenturnachfolge besonders nach Frauen Ausschau gehalten. Ergebnis: In ihrem Bezirk stieg der Anteil der Frauen im Außendienst von 10 auf 30 Prozent. (vwh/nie)

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