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Kunden werden digitaler

25.05.2016 – Digital_Fotolia_92690281Versicherungskunden sind zunehmend aufgeschlossen für digitale Wandelprozesse in Versicherungsangelegenheiten. Allerdings bestehen noch immer deutliche Diskrepanzen zwischen digitaler Aufgeschlossenheit und tatsächlicher Nutzung digitaler Prozesse und Produkte, stellt das Marktforschungsunternehmen Heute & Morgen in einer aktuellen Trendstudie fest.

Demnach wollen rund 40 Prozent der befragten Versicherungskunden ihre Versicherungsangelegenheiten künftig möglichst online regeln. Als Gründe gelten vor allem die Zeitersparnis, Flexibilität und mögliche Kostenvorteile. Dennoch präferieren rund 35 Prozent der Kunden weiterhin eher analoge Kontakt-, Bearbeitungs- und Abschlusswege. 26 Prozent der Befragten zeigen sich laut Studie allerdings noch unentschlossen oder ambivalent.

Dabei definiert das Marktforschungsunternehmen gleichzeitig unterschiedliche digitale Kundentypen, die sich weniger von Merkmalen wie Alter oder Geschlecht, sondern vielmehr nach Medien- und Versicherungskompetenz definieren. Als besonders onlineaffine Versicherungstypen definiert Heute & Morgen dabei den “digitalen Versicherungsrationalist” mit einem Anteil von 18 Prozent, sowie den “Online-Flaneur” mit einem Anteilvon 27 Prozent der Befragten.

Der “digitale Versicherungsrationalist” zeige sich laut Studie gleichermaßen besonders versicherungs- und medienkompetent und erledige seine Versicherungsangelegenheiten bevorzugt online. Der “Online-Flaneur” zeige hingegen eine hohe Medienkompetenz und nur eine mittlere Versicherungskompetenz. Dieser sei aufgeschlossen für neue digitale Prozesse und Produkte sowie “technische Spielereien”. Bestehende digitale Angebote nutze er hingegen nur teilweise.

Ingesamt traue sich laut Studie jedoch nur jede zweite private Versicherungsentscheider (52 Prozent) zu, seine Versicherungsangelegenheiten vollständig online zu regeln. Zudem sind mit 37 Prozent gut ein Drittel der deutschen Versicherungskunden offen für InsureTechs. “Für den einzelnen Versicherer ist es bei der Entwicklung und Integration passender Strategien wichtig zu wissen, wie sich die verschiedenen ‘Digitalisierungstypen’ im eigenen Kundenbestand und in zukunftsrelevanten Zielgruppen verteilen und entwickeln”, kommentiert Axel Stempel, Geschäftsführer bei Heute & Morgen. Allerdings biete die Digitalisierung “nicht nur zahlreiche Chancen, sondern birgt auch manche Gefahren. Und nicht alle digitalen Innovationen werden sich gleich am Markt durchsetzen”. (vwh/td)

Bildquelle: Fotolia

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