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Horrorvorstellung für den ehrbaren Kaufmann

03.07.2015 – Jauernig_PrivatVon Stefan Jauernig, Duale Hochschule BW. Will man selbständig Kuchen backen und ihn zusammen mit einer Tasse Kaffee verkaufen, muss man hierfür Konditormeister sein. Warum der Gesetzgeber aber die Notwendigkeit einer fachlichen Qualifikation für den Versicherungsvermittlungsbereich nicht erkannt hat, ist schleierhaft. Bei manchen Vermittlerpools muss allerdings hinterfragt werden, ob das Leitbild des ehrbaren Kaufmanns tatsächlich gelebt wird.

Für die Tätigkeit als ehrbarer Kaufmann im Bereich der Versicherungsvermittler wäre eine derartige Regelung sicher hilfreich. Auch die Registrierung von Ausschließlichkeitsvermittlern – vor allem branchenfremden Quereinsteigern – im Vermittlerregister durch die Versicherungsgesellschaft, die die Haftung übernimmt, ist weit entfernt vom Prinzip des ehrbaren Kaufmanns. Überträgt man diese Regelung auf den Straßenverkehr, würde man lediglich eine interne Ausbildung des Autoherstellers benötigen statt eines amtlichen Führerscheins.

Zusammen mit einer Haftungsübernahme von “Auto Financial Services” könnte man damit direkt als Fahranfänger auf jeder Hauptstraße losfahren. Eine Horrorvorstellung, die wir uns als Gesellschaft im Bereich der Risikoabsicherung leisten.

Ehrbare Kaufleute sollten in jedem Fall eine eigene Ausbildung mit eigener Prüfungsurkunde haben.

Bild: Stefan Jauernig ist Lehrbeauftragter der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und Versicherungsmakler in Frechen. (Quelle: privat)

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Ausführlicher Expert: Falschberatung birgt hohe Risiken. Stefan Jauernig kritisiert Vorgehensweisen von Vermittlerpools und plädert für Zertifizierung. (Einzelbeitrag zu 3,81)

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