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Honorarberater: Demografie verlangt Umdenken

03.03.2015 – Die Honorarberater geben sich zuversichtlich: “In den kommenden zwölf bis 24 Monaten, da bin ich mir sicher, wird es hier zu großen Bewegungen in der Gesellschaft kommen”, erläuterte jüngst Dieter Rauch, Geschäftsführer im Verband Deutscher Honorarberater, gegenüber VWheute. Er wird heute beim 10. Honorarberaterkongress in Hanau sprechen wie auch Gerd Billen vom Bundesjustizministerium.

“Ist der Verkauf eines Produktes nur provisionsgetrieben oder entspricht er den Bedürfnissen des Marktes?”, hat Gerd Billen, Staatssekretär für Verbraucherschutz und ehemaliger Vorstand des Vzbv, in VWheute gefragt. Auf sein Drängen hin wurde bei der Bafin ein Verbraucherbeirat geschaffen. Er zählt heute in Hanau ebenso zu den Referenten wie Klaus Müller, Vorstand des Bundesverbands der Verbraucherzentralen Vzbv.

Folgende Themen sind heute auf der Agenda:

  • Regulierungen im Finanz- und Versicherungsvertrieb
  • Wandel von der Provisions- zur Honorarberatung
  • Bevorstehende Änderungen auf europäischer Ebene
  • Die Zukunft der unabhängigen Finanzberatung
  • Standardisierte Anlagelösungen für Retailkunden

Auch BVK-Chef Michael H. Heinz wird an einer Podiumsdiskussion teilnehmen. Gegenüber VWheute stellte er im Vorfeld klar: “Bisher fristet die Honorarberatung ein Nischendasein: Das Vermittlerregister weist aktuell gerade einmal 292 Versicherungsberater aus gegenüber rund 240.000 Versicherungsvermittlern. Umfragen belegen, dass die Mehrzahl der Bundesbürger nicht bereit ist, für qualifizierte Beratung im Versicherungsbereich ein Honorar zu zahlen.”

Dieter Rauch: “Gerade vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung – es brechen den Vermittlern die Neukunden weg, mehr und mehr Aufwand geht in den zunehmenden Bestand – gilt es umzudenken.” Für einen Umstieg von Provision auf Honorarberatung gibt er Minimum sechs Monate vor. Allerdings: “Es braucht hier ein komplett neues Geschäftskonzept, weg vom Produktdenken hin zur Dienstleistung.” (siehe DOSSIER) (vwh/ku)

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