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Harald Christ: “Deutsche Finanzbranche hat den Anschluss verloren”

15.07.2016 – Harald-Christ ErgoDurch den Lehman-Schock erlitt die Finanzbranche massiven Schaden, schreibt Harald Christ, Vorstandsvorsitzender der Ergo Beratung und Vertrieb, in einem Gastbeitrag für die Zeit. Seitdem aber wurden etwa Eigenkapitalanforderungen und Verschuldungsquoten verschärft, in der Beratung von Privatkunden ist mehr Transparenz vorgeschrieben. An vielen Stellen habe die Politik die richtigen Lehren aus der Krise gezogen.

Allerdings habe die deutsche Finanzbranche gleichzeitig im Wettbewerb den Anschluss verloren, glaubt Christ. Ähnlich wie beim Thema Big Data drohen an den globalen Finanzmärkten in Zukunft die Amerikaner und Chinesen die Regeln im Wettbewerb zu bestimmen. Zudem kritisiert der Ergo-Vorstand aktuell die zu bürokratischen Verbraucherschutzvorgaben im Privatkundengeschäft, eine “zu pauschale Klassifizierung unterschiedlicher Risikoarten durch die Aufsicht oder die Tendenz, Regulierungsvorgaben für alle Finanzinstitute gleich zu gestalten, unabhängig von ihrer Größe und den Risiken ihres Geschäfts.”

Ohne eine stabile und zugleich leistungsfähige Finanzwirtschaft, angefangen bei etablierten Banken und Versicherern bis hin zu innovativen Fintechs, Venture-Capital- und Private- Equity-Gesellschaften, würde Wachstum und Innovation langfristig nicht finanzieren werden können. Die Verantwortlichen ihrerseits sollten vertrauenswürdige Partner sein, die jenseits ihrer Funktion als Manager auch die politischen Interessen Deutschlands und Europas im Blick haben. (vwh/mst)

Bild: Harald Christ, Vorstandsvorsitzender Ergo Beratung und Vertrieb (Quelle: Ergo)

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