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Große Vermittlerbetriebe profitieren

03.07.2015 – Bei Vermittlerbetrieben trennt sich die Spreu vom Weizen. Einer jüngsten BVK-Analyse zufolge verzeichnet jeder dritte Vermittlerbetrieb einen sinkenden Gewinn. Bei großen Betrieben hingegen sprudeln die Gewinne.

31,5 Prozent der Vermittlerbetriebe gehen am Jahresende mit weniger Gewinn nach Hause, ist der Strukturanalyse des BVK zu entnehmen. An dieser Umfrage haben sich 4.202 Vermittler beteiligt, also annähernd jedes zweite BVK-Mitglied. 90 Prozent davon waren Einfirmenvertreter.

Demnach steigen die Einnahmen bei fast jedem zweiten Vermittler, genau sind es 45 Prozent, die das melden. Die Bestandsgröße wächst bei 60 Prozent. Im Schnitt arbeiten Vermittler 9,4 Stunden am Tag, an 241 Tagen im Jahr. Trotzdem gehen nur 36,8 Prozent von ihnen mit mehr Gewinn am Ende nach Hause. “Diese Gewinnsteigerungen sind tendenziell in den Betrieben der oberen Größenklassen zu verzeichnen”, schreibt BVK-Volkswirtin Ariane Kay. Konkret sind das die Betriebe ab 250.000 Euro Gesamteinnahmen. 20 Prozent der befragten Betriebe liegen da drüber.

Ein großes Problem ist die Überalterung bei den Vermittlern, ein Phänomen, das durch Zahlen der Avad bestätigt wird. 34 Prozent der Vermittler sind zwischen 50 und 60 Jahre alt, 36 Prozent zwischen 40 und 50. Zwischen 30 und 40 sind hingegen nur 18 Prozent, jünger als 30 Jahre sogar nur 5 Prozent der Teilnehmer. “Betrachtet man die Altersentwicklung und glaubt man den Pessimisten hinsichtlich der Auswirkungen des LVRG, so können in 15 Jahren etwa 70.000 Vermittler den Markt verlassen”, warnt Kay. (ba)

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