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GDV kritisiert Beipackzettel für den Vertrieb

01.07.2016 – Der GDV kritisiert die aktuelle Ausarbeitung der Verbraucherinformation für Anlageprodukte. Die Europäische Kommission habe die Chance vertan, die Basisinformationsblätter verbraucherfreundlich und praxisgerecht auszugestalten.

Zahlreiche Einwände von Industrie und auch Verbraucherschützern wurden von der Kommission nicht aufgegriffen, wie der Gesamtverband der Versicherer in einer Pressemitteilung schreibt. Das Ziel der Verordnung, verschiedene Anlageprodukte für Verbraucher verständlicher und besser miteinander vergleichbar zu machen, sei durch den Beipackzettel leider nicht erreicht.

“Im Ergebnis sind die Vorgaben für Versicherungsanlageprodukte nicht geeignet und bergen viele Rechtsunsicherheiten”, so der GDV. “Bei der Darstellung von Risiko, Performance und Kosten bestehen zudem erhebliche Mängel. Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union haben nun zwei Monate Zeit, um Einwände gegen die von der Kommission verabschiedeten Regeln zu erheben.

Es ist zu hoffen, dass die beiden Gesetzgeber die Gelegenheit nutzen, um die Verordnung doch noch auf den rechten Weg zu bringen. Anderenfalls müssten die Unternehmen die äußerst komplexen und für Verbraucher ungeeigneten Vorgaben innerhalb von nur vier Monaten umsetzen, damit sie Kunden die Informationsblätter ab dem 31. Dezember 2016 vorlegen können.” (vwh/ku)

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