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Fondsmanager warnen vor China-Bashing

16.02.2016 – Nach dem erneuten Kursrutsch zu Jahresbeginn ist die Wirtschaftspolitik Chinas stark in die Kritik geraten. Dabei spricht fundamental gesehen kein Anlass zur Panik. Fondsmanager raten zum Einstieg, schreibt Value in seiner neuen Ausgabe.

“Fundierte Langfrist-Analysen der chinesischen Wirtschaftslage deuten darauf hin, dass derzeit kein Anlass für Panik besteht”, erklärt Michael Hasenstab, Chief Investment Officer bei Templeton Global Macro in der neuen Ausgabe von Value. Wie eine Reihe von Wettbewerbern im Fondsmarkt schätzt der Templeton-Mann die Bedingungen für die chinesische Wirtschaft als fundamental stabiler ein, als zuletzt von den Märkten vermutet. Die chinesische Regierung habe ausreichend Instrumentarien und finanzielle Reserven, um das Wachstum weiterhin bei sechs bis sieben Prozent zu halten, sagt er.

Als langfristiger Investor bewertet Ole Søeberg, Investment Director bei Skagen Funds, die Situation in China als chancenreich: “Korrekturen, welche wir zurzeit in China erleben, schaffen vielmehr neue Einstiegsmöglichkeiten.”

Auch Fidelity-Mann Matthew Sutherland warnt Anleger und Kommentatoren davor, die starken Schwankungen am chinesischen A-Aktienmarkt als eine neu erkannte Schwäche der chinesischen Wirtschaft anzusehen. “Das aktuelle Geschehen in der chinesischen Wirtschaft ist nicht dramatisch. Vielmehr bietet sie gemischte Aussichten, es gibt einige schwache Branchen, wie das produzierende Gewerbe, und einige starke Sektoren, z.B. Dienstleistungen und Einzelhandel. Der Übergang zu einer stärker konsumorientierten Wirtschaft wird durch das Reformprogramm der Regierung unterstützt, aber dies ist keinesfalls ein reibungslos verlaufender Prozess”, schreibt der Kapitalmarktstratege bei Fidelity International. (ba)

Über Emerging Market-Fonds zwischen Hype oder Hysterie berichtet Value in seiner aktuellen Ausgabe.

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