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Finanzmarktwächter fordert Provisionsverbot

11.12.2015 – Provision_pauline_pixelio95 Prozent der aktuell unterbreiteten Anlagevorschläge von Banken und Finanzvertrieben passen nicht zum Bedarf der Verbraucher, behauptet der Marktwächter Finanzen. Die These: Nur ein gesetzliches Verbot von Provisionen, Margen und anderen Zuwendungen sichere die Erwartung von Verbrauchern ab, dass das Beratungsergebnis unabhängig ist vom Einfluss Dritter. Bei der Umsetzung von Mifid II sei dies zu beachten.

Empfohlene Produkte sind laut Finanzmarktwächter zu teuer, zu unrentabel, zu unflexibel oder zu riskant. “Das Vertrauen in die Finanzberatung ist oft nicht gerechtfertigt”, sagt Teamleiter Werner Bareis zur Vorstellung einer Sonderuntersuchung zu bedarfsgerechten Anlageprodukten. “Verbraucher können leider nicht davon ausgehen, dass ihnen von Banken und anderen Finanzvertrieben Geldanlagen angeboten werden, die zu ihrem Bedarf passen.“

Voraussetzung für Finanzberatung sei eine einheitliche Rechtsgrundlage und Aufsicht. Allein die Bafin solle hier zuständig sein. Dass die Beratung der Aufsicht der Industrie- und Handelskammern unterliegt, der Verkauf von Vermögensanlagen des grauen Kapitalmarktes überwiegend den Gewerbeämtern, Verkauf und Beratung zu wertpapierbasierten Anlagen schließlich der Kontrolle der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kritisiert der Finanzmarktwächter.

“Durch das Frühwarnsystem werden die Finanzmarktwächter zu Seismografen in den untersuchten Märkten“, hatte Klaus Müller, Leiter des Verbraucherzentrale Bundesverbands VZBV, die Stoßrichtung der im Frühjahr gegründeten Institution vorgegeben. Empirisch gewonnene Erkenntnisse sollen dabei helfen, Verbraucher zielgenauer und schneller vor Fehlentwicklungen oder dubiosen Angeboten zu schützen.

GDV-Geschäftsführer Peter Schwark kritisiert indes den grundsätzlichen Ansatz der Untersuchung als “irreführend” (siehe POLITICS). (vwh/ku)

Bildquelle: Pauline / pixelio.de

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