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Finanzdienstleister üben scharfe Kritik an IDD-Umsetzung

29.11.2016 – norman_wirth_afwNach Angaben des AfW zeige die IDD-Umsetzung einschneidende Eingriffe in das Berufsbild des Maklers unter dem fehlgeleiteten Leitbild des Verbraucherschutzes und unter evidentem Verfassungsbruch. Der Verband fordert eine Rückkehr zum Ursprungsgedanken der IDD, der Mindestharmonisierung der nationalen Vorschriften für den Versicherungsvertrieb und dem Verbraucherschutz.

Der wichtigste Punkt ist eine Änderung des Paragraf 6 VVG: Diese würde den Versicherungsunternehmen und ihren Angestellten und Vertretern einen Freibrief gegeben, die Kunden der Versicherungsmakler jederzeit direkt anzusprechen. Bei einem Inkrafttreten des Gesetzes in der jetzigen Form müsse jeder Makler damit rechnen, dass Ausschließlichkeitsvertreter die Kunden abwerben, gerade deswegen, weil sie die Möglichkeit der Provisionsabgabe hätten.

Der AfW glaubt nicht, dass das kürzlich vom Oberlandesgericht Köln für unwirksam erklärte Provisionsabgabeverbotes Bestand haben wird. Sollte es aber so kommen, sei eine Gleichbehandlung von Versicherungsgesellschaften, Vertrieben und Vermittlern unabdingbar. Zurzeit sähe die Regelung eine Benachteiligung der Makler vor.

Beim Provisionsgebot sehe der Gesetzesentwurf vor, dass sich Versicherungsmakler für ihre Tätigkeit nur noch durch Versicherungsunternehmen vergüten lassen dürfen, das würde die Makler in die Abhängigkeit der Versicherer führen, wäre für die Kunden nachteilig und sei zudem umständlich. Weiter werden verfassungsrechtliche Bedenken angeführt: Ein solches Vorgehen sei ein klarer Eingriff in das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb.

VWheute hat über das Urteil des Oberlandesgerichts Köln zum Provisionsabgabeverbot berichtet. (vwh/mv)

Bild: Norman Wirth, Geschäftsführender Vorstand des AfW (Quelle: AfW)

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