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Faire Bedingungen gefordert: Positionen der Vermittler

30.10.2014 – bvkDie deutschen Vermittler fordern für sich faire Rahmenbedingungen. In der gemeinsamen Bonner Erklärung beziehen der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), die Vertretervereinigungen und der Arbeitskreis Vertretervereinigungen der Deutschen Assekuranz (AVV) Position zu aktuellen Diskussionsfeldern rund um die Vermittlertätigkeit.

  • Zum LVRG: Die Versicherungsvermittler begrüßen die Stabilisierung der Lebensversicherer durch das neue Gesetz, „ohne das der für die Altersvorsorge unverzichtbare Berufsstand unangemessen belastet wird.“ Die Vermittler sprechen sich dafür aus, dass die politischen Entscheidungsträger „den richtungsweisenden und verbraucherfreundlichen Weg im LVRG zur Offenlegung der gesamten Abschlusskosten weitergehen und ihn langfristig gesetzlich festschreiben.“ Insgesamt könne das LVRG als Blaupause für ganz Europa herangezogen werden.
  • Zu IMD II: Die Versicherungsvermittler befürworten, dass sich die Pläne zur zwingenden Offenlegung von Provisionen und Courtagen nicht durchgesetzt haben, und unterstützen den Ansatz des Europäischen Parlaments zur Minimalharmonisierung. An die deutschen Gesetzgeber appellieren die Vermittler daher, die EU-Vermittlerrichtlinie maßvoll umzusetzen. Begrüßt wird zudem, dass IMD II jetzt auch auf Direkt- und Internetvertriebe ausgeweitet werden soll.
  • Zum Provisionsabgabenverbot: Die Vermittler setzen sich für eine Beibehaltung des Provisionsabgabeverbotes ein. Ein Wegfallen des Verbots könnte leicht Falschberatung fördern. Die Bonner Erklärung fordert daher, das Provisionsabgabeverbot im Versicherungsaufsichtsgesetz zu verankern.
  • Zur Aufsicht und Beratungsdokumentation: Die Erklärung spricht sich für eine Beibehaltung der Aufsicht durch die IHK-Organisationen aus. Eine Aufsichtslösung durch die Bafin sei nicht zielführend. Die bisherigen Kontrollmechanismen für eine ordnungsgemäße Zusammenarbeit mit den Versicherern funktionierten gut, eine „Verschärfung der Überwachung“ wird von den Vermittlern abgelehnt. Auch bei der Beratungsdokumentation wird der Erhalt des Status quo gefordert.
  • Zum BVK-Verhaltenskodex und –Berufsbild: Die Versicherungsvermittler verlangen von Versicherungsunternehmen, „jedes BVK-Mitglied als qualifizierten, tugendhaften und selbstbestimmten Unternehmer anzuerkennen.“ Jedes Mitglied unterstehe dem BVK-Verhaltenskodex, so sei eine Compliance-konforme Tätigkeit garantiert. Außerdem unterstütze das Bonner Spitzentreffen das vom BVK entwickelte Berufsbild, „das alle Vermittler vereinigt, unabhängig von Rechtsform, Vermittlerstatus oder Art der Vergütung.“ (vwh)
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