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Elementarschutz: Pflichtversicherung keine Lösung

19.03.2014 – kallerhoff-150Die Preise am Markt ziehen an. Wohngebäudepolicen mit Elementarschutz werden vermehrt nachgefragt. “Das Bewusstsein in der Bevölkerung für diese Schäden ist deutlich gestiegen”, erklärt Heinz-Jürgen Kallerhoff, Vertriebsvorstand der R+V im Interview. Eine Pflichtversicherung sei indes keine Lösung.

Im Gesamtmarkt sei die Durchdringungsquote mit Elementarschutz 2013 immerhin von 32 auf 33 Prozent gestiegen. Würde aber eine Pflichtversicherung das aktuelle Unterversicherungs-Problem schlagartig lösen? Kallerhoff ist mehr als skeptisch: “Im Gegenteil: Weil im Schadensfall das Geld von der Versicherung kommt, fehlt der Anreiz für die Installation baulicher Schutzmaßnahmen.” Auch der Staat entziehe sich möglicherweise seiner Verantwortung für Hochwasserschutz beispielsweise. “Das Schadenspotential nimmt dann stetig zu und die Prämien für alle steigen quasi im Sinne einer Sondersteuer.”

Dass die Vermittler versagt hätten, wenn nur jede dritte Wohngebäudepolice mit Elementarschutz verkauft wird, sieht Kallerhoff für die R+V nicht: “Bei uns ist immerhin schon jeder zweite Kunde gegen Elementarschäden versichert.” Dies sei ein Erfolg des hauseigenen Versicherungschecks. Man schärfe das Bewusstsein, dass ein umfassender Versicherungsschutz gegen Naturschäden möglich ist. Eigenvorsorge habe Vorrang vor staatlichen Hilfeleistungen.

Foto: Heinz-Jürgen Kallerhoff plädiert dafür, dass Bewusstsein für Eigenvorsorge bei Elementarschäden zu stärken. (Quelle: R+V)

Link: Das komplette Interview in der aktuellen Ausgabe von Versicherungsvertrieb

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