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DVAG startet Rekrutierungsoffensive

23.03.2015 – Pohl_Andreas_DVAGUm 5,3 Prozent stieg der Umsatz der DVAG im vergangenen Jahr. Dabei war das Neugeschäft in den meisten Geschäftsbereichen rückläufig. In einem Interview im Geschäftsbericht schließt DVAG-Chef Andreas Pohl aus, dass sich ein weiterer familienfremder Aktionär an der DVAG beteiligt.

„Wir bleiben ein Familienunternehmen“, sagt Andreas Pohl. Er stand zusammen mit seinem älteren Bruder Reinfried dem Redaktionsteam der DVAG Rede und Antwort. Andreas hat nach dem Tod seines Vaters Reinfried sen. den Vorstandsvorsitz der DVAG übernommen, sein älterer Bruder Reinfried jun. kümmert sich um die Finanzen, das Backoffice und das Controlling.

Andreas hat das Jahr 2015 zum Jahr des Vermögensberaters ausgerufen. „Die Gewinnung neuer Menschen für unser Unternehmen wird im Mittelpunkt unserer internen Anstrengungen stehen“, schreibt die DVAG in ihrem Geschäftsbericht. Andreas setzt auf den klassischen Weg der Gewinnung von Vertriebsmitarbeitern. Vor allem im Kreis der sechs Millionen DVAG-Kunden wollen die Marburger neue Nebenberufler rekrutieren. „Die wachsende Nachfrage nach individuellen Konzepten für Vorsorge und Vermögensaufbau kann von unseren hauptberuflichen Beratern allein nicht abgedeckt werden“, verkündet die DVAG.

Im vergangenen Jahr ging das Bauspar-Geschäft um 3,7 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro Bausparsumme zurück, das vermittelte Fondsgeschäft sank um 5,8 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro. In der Baufinanzierung (-1,7 Prozent) und im Hauptgeschäftsfeld Lebensversicherung stagnierte das Neugeschäft. Trotz der großen Incentive mit vier Kreuzfahrtschiffen ging die Zahl der Direktionen und Geschäftsstellen um 1,3 Prozent auf 3.375 zurück. Eigenen Angaben zufolge arbeiten 14.000 Hauptberufler für die DVAG. Anderen Angaben zufolge ist die Zahl der Vermögensberater inzwischen auf 25.000 gesunken. 2012 zählte die DVAG noch 37.000 Vermögensberater.

Die Herausforderungen für das Brüderpaar sind riesengroß. Im Hauptgeschäftsfeld Lebensversicherung müssen die Vermögensberater gegen den ständigen Gegenwind aus der Finanzpresse anreden. Gleichzeitig wird es nach der Einführung des LVRG immer schwieriger, auskömmliche Provisionen beim Produktpartner Aachen Münchener auszuhandeln.

„Eine generelle Absenkung des Provisionsniveaus ist eher unwahrscheinlich“, sind die Marburger überzeugt. Mischmodelle aus Abschlussprovisionen und laufenden Provisionen wird es geben. „Wir sind zuversichtlich, auch in diesem Punkt gemeinsam mit unserem Partner Aachen Münchener Lebensversicherung Lösungen zu finden, die unserer Interessenslage und damit der unserer Vermögensberater weitestgehend gerecht werden“, schreibt die DVAG in ihrem Risikobericht. Den Führungskräften der DVAG hat Andreas Pohl zu Jahresbeginn das neue Vergütungssystem erläutert.

Nach der Mega-Incentive auf Malta im vergangenen Jahr wird er am 1. Juli dieses Jahres 40.000 DVAG-ler samt Anhang in die Commerzbank-Arena einladen, um dann das 40jährige Firmen-Jubiläum zu feiern. (ba)

Andreas Pohl, Vorstandsvorsitzender der DVAG. (Quelle: DVAG)

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