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Digitalisierung ist immer noch ein “zartes Pflänzchen”

12.03.2015 – Rainer Sturm_pixelio.de.jpg - paint.net v4.0Der Großteil der Versicherer kann derzeit nur von einem digitalen Vertrieb träumen, meint Christine Spietz, Head of Online-Business Research der Pass Consulting Group. Demnach seien Online-Abschlüsse noch immer die Ausnahme. Selbst bei Standardprodukten wie Hausratversicherungen können nur in der Hälfte aller direkt online beantragt werden, so die Diplom-Betriebswirtin.

Demnach würden abschlusswillige Interessenten nur mit Erstinformationen versorgt, um dann zur Kontaktaufnahme an einen Berater weiter verwiesen zu werden. Die Gründe dafür sind vielschichtig, so Spietz in einem Beitrag für den Finance IT Blog. So würden sich klassische Versicherer bei allen Digitalisierungsversuchen noch immer gegen diese Vertriebsform sperren.

Als ein gescheitertes Beispiel nennt die Expertin Allianz24. Nach nur vier Jahren Online-Vertrieb musste der Versicherer die Marke auf Druck von 10.000 Allianz-Vertretern vom Markt nehmen und den Bestand auf die Allianz-Versicherungs-AG übertragen. Allerdings ist es heute wieder möglich, Kfz-Versicherungen direkt auf der Allianz-Website zu berechnen und zu beantragen. Dies sei deshalb möglich, dass die Agenturen dem Neugeschäft zugeordnet werden und der Kunde im Antragsprozess eine Außenstelle seiner Wahl angibt, so Spitzer.

Fintechs wie Schutzklich oder Friendsurance hätten zudem die Zeichen der Zeit erkannt und agierten “mit aufgeräumten Webseiten, leicht verständlichen Informationen und minimalistischen Abschlussprozessen”, so die Expertin weiter. So rechne sich ein kleinteiliges Geschäft nur dann, wenn die Sales-Prozesse und die gesamte Abwicklung durchgehend digitalisiert sei, so Spietz. (vwh/td)

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

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