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Digitalisierung allein reißt Vertriebsgrenzen nicht ein

22.03.2016 – Koller_Insurance_EuropeDigitalisierung alleine reicht nicht aus, tatsächlich grenzüberschreitenden Vertrieb von Versicherungs- und Finanzprodukten zu gewährleisten. Insurance Europe warnt davor, den EU-weiten Flickenteppich im Versicherungsgeschäft politisch zu beseitigen. “Die Ausweitung grenzüberschreitender Versicherungsprodukte sollte weiter vom Markt ausgehen”, mahnt Generaldirektorin Michaela Koller.

Von der EU-Kommission wünscht sich Insurance Europe ein Modell für die Verarbeitung von Kundendaten, das auf den mündigen Verbraucher und dessen konkreter Erlaubnis zur Datenverarbeitung setzt. Darüber hinaus regt der Verband einen europaweiten Compliance-Standard für e-ID Provider an.

Nicht zuletzt verweist Insurance Europe auf Schiedsstellen, die es seit 2001 gibt, um Streitfälle von Kunden mit Banken, Versicherungen oder Wertpapierfirmen beizulegen. Der Bekanntheitsgrad dieser Einrichtungen sei ausbaufähig.

Ende des vergangenen Jahres hatte die EU-Kommission mit der Vorlage des Grünbuchs die Konsultationsphase gestartet. “Die EU-Kommission will es Unternehmen leichter machen, ihre Finanzprodukte in anderen EU-Mitgliedstaaten Privatkunden anzubieten”, kündigte Finanzkommissar Jonathan Hill an.

Insurance-Europe Generaldirektorin Michaela Koller kritisierte die einseitige Fixierung auf die Digitalisierung der Branche. Verbesserungen im Schadenmanagement, beim Stammdaten-Management und der Vergleichbarkeit von Produkten seien signifikante Vorteile auf Verbraucherseite. Doch sämtliche Hürden könnten dadurch nicht beseitigt werden im grenzüberschreitenden Privatkundengeschäft. (vwh/ku)

Bild: Michaela Koller, Generaldirektorin von Insurance Europe (Quelle: Insurance Europe)

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