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“Digitaler Vermittler ergänzt den klassischen Vertrieb”

20.11.2015 – Manche Erkenntnisse auf dem Weg der Assekuranz in die digitale Welt erweisen sich doch als überraschend. Das zeigte der Erfahrungsbericht des Gründers der Flexperto GmbH beim “Assekuranzforum 2015″ in München. Er zählt sich, so ließ Felix Anthonj, Gründer und CEO der Flexperto GmbH in Berlin keinen Zweifel, eindeutig zur Gruppe der “Digital natives”.

Gleichwohl hat der 25-jährige nach eigenem Bekunden beim “Assekuranzforum 2015“ gestern selbst für den Abschluss einer schlichten Haftpflichtversicherung gerne einen Vermittler zur Seite. Denn: “Ich brauche eine Vertrauensperson”. Die allerdings muss aus seiner Sicht nicht mehr auf der Couch in seinem Wohnzimmer oder an seinem Küchentisch sitzen, denn “Vertrieb ist Kommunikation, und Kommunikation ist heute digital”. Notwendig sei deshalb nur eine geeignete Plattform, um persönliche Beratung auch digital anbieten zu können, erläuterte er bei der von der Münchner Advancy GmbH und deren Head Maurizio Singh organisierten Veranstaltung.

Genau die stelle sein Start-up-Unternehmen in Kooperation mit der Deutschen Telekom seit mittlerweile rund zwei Jahren mit der “eService Platform” zur Verfügung. Dort werde von der Terminierung und dem Einladungsmanagement über die Möglichkeit der elektronischen Unterschrift bis zum Beratungsprotokoll alles abgebildet werde, was auch den klassischen Vertrieb ausmache. Das nur eben digital, was den heutigen Anforderungen der Kunden entspreche, von denen laut Anthonj 79 Prozent auch über digitale Kommunikationswege mit ihrem Versicherer in Verbindung treten wollen (siehe DOSSIER).

Und ebenso den Herausforderungen, vor die sich die Versicherungsunternehmen und ihre Vertriebe gestellt sehen. Stationäre Vertriebseinheiten sind nämlich sehr kostspielig und zudem ineffizient, merkte er an. Deshalb stelle sich für die Versicherer beispielweise die Frage, wie der Vertrieb wieder stärker in die interne Organisation eingebracht werden könne.

Überraschend sei nach den Erfahrungen aus mittlerweile mehr als 100 solcher Videoberatungen, dass sich nicht nur die ganz Jungen als auf diesem Wege erreichbare Zielgruppe erwiesen hätten, sondern ebenso die 35- bis 50 Jährigen, berichtete Anthonj. Ebenfalls eher unerwartet habe sich außerdem gezeigt, dass auf diesem Wege offensichtlich auch höherwertige Produkte wie Krankenvollversicherungen verkaufen ließen. Die Akzeptanzquote bei den Vertriebspartnern bezifferte er auf satte 95 Prozent, die Abschlussquote auf 14 Prozent.

Ideal, so eine der weiteren Erkenntnisse, sei der Kanal für die Beratung von Bestandskunden. Und klar ist aus Sicht von Anthonj ebenso: “Der digitale Vermittler ist eine Ergänzung und kein Ersatz für den klassischen Vertrieb”. (rem)

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