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Die Megatrends modernen Versicherungsmarketings

14.10.2016 – Marketing_Grafik_550_kasparTief in den Maschinenraum der Versicherungswirtschaft stiegen die Referenten beim Euroforum in München, das unter der Überschrift “Rethinking Insurance” stand. Themen waren unter anderem die neuen Ansätze der Risikoprüfung bei biometrischen Risiken und der mit Spannung erwartet Einblick in die Megatrends des Versicherungsmarketings: “Vertriebschancen Insurance im Performance Marketing”, so der Claim.

Als die drei wichtigsten Big Trends hat Christian Würst, Mitglied der Geschäftsführung der Affilinet, die Segmente Mobile, Customer Journey und Performance Display identifiziert. Mögliche Ansatzpunkte für die Versicherungswirtschaft im Sinne eines “Re-thinking” sind nach Würsts Einschätzung folgende:

1. Nutzen Versicherungsunternehmen (VU) heute alle Profiling-Chancen die es gibt?
2. Nutzen VU alle Informationen die über die eigene Website oder über Customer Service Interaktion einlaufen und implementieren sie diese wiederum in ihre Performance Display Aktivitäten, so dass hier korrekt feinjustiert und nachgebessert werden kann?
3. Verstehen VU in der Customer Journey die Assist Funktionen all ihrer Vertriebspartner, mit denen im Internet kooperiert wird?
4. Verstehen VU, welche Rolle ihrer Vertriebspartner ganz früh im Entscheidungsprozess des Kunden gespielt haben?
5. Wurden dabei “Longtail-Chancen” erkannt, Stichwort Vergleichsportal?
6. Welches sind neue Opportunitäten, die sich aus der gestiegenen Nutzung der Smart-Devices ergeben? (click-to-call)

Rund ein Viertel (24 Prozent) aller Keywords die Nutzer in die Suchmaske des Internetgiganten Google eingeben, haben einen klaren Versicherungsbezug. Kein Wunder also, wenn bestimmte Begriffe wie Kfz-Police gerade in der Wechselsaison besonders teuer zu buchen sind, aber auch ein Asset, welches noch nicht ausreichend ausgeschöpft wird, so die Einschätzung des Experten.

Zuvor hatte der geschäftsführende Gesellschafter von Franke und Bornberg, Michael Franke, den Finger in die offenen Wunden der Branche gelegt, als er innovative und klassische Modelle bei der Prüfung biometrischer Risiken gegenüberstellte. Als echten “Häuserkampf” bezeichnete Franke die in den einzelnene Unternehmen zu leistende Überzeugungsarbeit hinsichtlich einer Automatisierung. Am Beispiel der Plattform vers.diagnose zeigte Franke, wie sich Aussagen präzisieren, Wartezeiten verkürzen, dabei das Risiko vermindern und gleichzeitig die Kunden besser an den Versicherer binden lassen.

Errichtete die traditionelle Prüfung in der BU zum Beispiel früher mehr Hürden als Einstiegsmöglichkeiten, so wird heute durch den frühzeitigen Einsatz entsprechender Software die Risikoprüfung zum echten Gestaltungsprozess. Sie sei verbrauchertauglich und unterbrechungsfrei organisiert. Ein wichtiger Punkt in Zeiten, wo der junge Kunde sofort eine Antwort haben will und nicht erst in zwei Wochen. Was früher noch ein Qualitätsmerkmal war, ist heute im Dialog mit den Kunden einfach nicht mehr darstellbar. Als größte Herausforderung hat Franke hier die Vorbildfunktion des VU erkannt: “Automatisierung muss gelebt werden, dann führt sie auch zum Erfolg”, so Frankes Resümee.

Aber auch das eigene Geschäftsmodell von Franke und Bornberg, Stichwort Rating, stellte Michael Franke auf den Prüfstand. Auf die Frage, “Welche Auswirkungen hat die zunehmende Digitalisiertung auf das Ratinggeschäft?”, räumte Franke, der seit 30 Jahren im Geschäft ist, eine Neuausrichtung ein. Die Einzelheiten hier im exklusiven Videointerview von VWheuteTV:

(vwh/ak)

Bild: Das magische Dreieck modernes Versicherungsmarketings. (Quelle: Alexander Kaspar)

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