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Das Maklersterben bleibt aus

08.06.2016 – Dass der Maklermarkt durch die Digitalisierung nicht wegsterben wird, war allgemeiner Konsens gestern auf der Pools and Finance. Grund dafür sind die Effizienzprobleme der Banken und Versicherer. “Die Banken ziehen sich aus der Fläche zurück”, sagte BCA-Chef Oliver Lang in Nürnberg.

“Der Beruf des Maklers bleibt wichtiger denn je”, ist Oliver Drewes überzeugt, Geschäftsführer von Maxpool. Die Hamburger gehören zu den elf Veranstaltern der Maklermesse Pools and Finance. Die davor in Frankfurt beheimatete Messe findet in diesem Jahr erstmals in Nürnberg und in Hamburg statt. 1.700 Makler haben sich gestern zur Nürnberger Messe angemeldet, gekommen sind aber deutlich weniger. Die Veranstalter führen das auf die Unwetter in Bayern zurück. Viele Makler sind derzeit mit der Schadenregulierung beschäftigt.

Neben den Vermittlerverbänden AfW und Votum haben sich zudem Conceptif, Degenia, JDC, Netfonds, Qualitypool, SDV und VFM an der Messe als Mitveranstalter beteiligt. In einer gemeinsamen Pressekonferenz ging es vor allem um Technik. Durch das LVRG sind die Provisionseinnahmen um 15 bis 20 Prozent gesunken, berichtet Sebastian Grabmaier, Vorstandsvorsitzender von JDC. Der Wiesbadener Maklerpool treibt mit der Übernahme von Zinspilot und Geld.de hybride Geschäftsmodelle voran. Makler können über Geld.de margenschwaches Privatkundengeschäft (Haftpflicht, Hausrat etc.) über Internet abwickeln, ohne dass ihnen die Kunden verloren gehen.

“Die Digitalisierung ist eine Riesenchance”, sagt Norman Wirth, Geschäftsführer des Vermittlerverbandes AfW. Früher hätten Makler fast von selbst Geld verdienen können. “Da ist ein Umdenken nötig.” Value analysiert in seiner neuen Ausgabe, warum sich so viele Makler bei der Implementierung neuer Bürotechnik so schwer tun. “Da ist noch viel Luft nach oben”, sagt Wirth.

Die erwarteten Umsatzeinbrüche als Folge des LVRG sind ausgeblieben, derzeit verlieren vor allem die Ausschließlichkeitsorganisationen der Versicherer, stellen die Maklerpools fest. “Die Pools florieren alle”, sagt Drewes. Die Zeiten des Pool-Shoppings gehen zu Ende. Viele Makler beginnen sich, auf einen oder zwei Pools zu konzentrieren. Dass man sich den Service an der einen Stelle besorgt und an der anderen das Geschäft einreicht, sehe man kaum noch, berichtet Drewes. (ba)

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