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Courtage: “Unter Kaufleuten das vernünftigste Modell”

07.05.2014 – nill-150Die Personalfrage und die Innovationskraft sind zentral für die Zukunft der Versicherungsmakler: “Dass wir die jungen Menschen an diese Industrie, die schwer zu greifen ist, heranführen und selber genug ausbilden können”, erläutert Stefan Nill, Geschäftsführer von Leue & Nill. Weitere Herausforderungen: die dramatisch Veränderung der Aufgabenverteilung zwischen Makler und Versicherer, Kosten- und Regulierungsdruck.

Mehr als ein Drittel der deutschen Mittelständler sind im Ausland aktiv. Weitere 20 Prozent planen nach Aussage des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) den Schritt ins Ausland. Damit kann auch für Industriemakler das Geschäft an den Grenzen nicht enden. „Sonst könnten wir uns im industriellen Risk Management definitiv nicht mehr bewegen“, sagt Stefan Nill. Deswegen bauen Leue & Nill an den internationalen Tätigkeiten des  Industriemaklers. Neben 19 eigenen Standorten in Europa wurden die internationalen Tätigkeiten über das Maklernetzwerk Assurex Global verstärkt. In diesem Jahr feiert das Dortmunder Unternehmen das 150-jährige Bestehen.

Qualifiziertes, selbst ausgebildetes Personal, ist laut Stefan Nill zentraler Wettbewerbsvorteil des Familienunternehmens, den es aber stets weiter zu führen gilt. Sein Cousin und Kollege in der Geschäftsführung des Dortmunder Unternehmens, Joachim Nill, stellt weitere Aufgaben und Herausforderungen des Versicherungsmaklers heraus, um in Zukunft am Markt bestehen zu können:

“Eine weitere Herausforderung ist die dramatische Veränderung der Aufgabenverteilung zwischen Makler und Versicherer. Das sind die europäische Gesetzgebung und der Kostendruck, den die Versicherer an die Makler weitergeben. Die Aufgabenvielfalt der Makler ist deutlich gestiegen, ohne dass ihre Entlohnung erhöht worden wäre. Die Courtage steht ja ohnehin in der Diskussion. Unter Kaufleuten ist sie meiner Meinung nach das  vernünftigste Bezahlungsmodell. Leider werden da häufig Privat- und Industrie- bzw. Gewerbekundengeschäft vermischt.”

Stefan Nill führt weiter aus: “Zudem merken wir immer stärker, dass die Versicherer in ihrer Innovationsfähigkeit nachlassen. Das ist aber unsere große Chance, für unsere Kunden Produkte zu entwickeln – für spezielle Risiken, spezielle Märkte oder durch die Bündelung von Märkten”

Lesen Sie das komplette Interview mit Stefan und Joachim Nill zu den Eigenheiten von Familienunternehmen, den Auswirkungen des anhaltenden weichen Marktes und Erfolg trotz niedrigem Prämienniveau in der neuen Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft (Heft 5/2014). (lie/ku)

Foto: Stefan (l.) und Joachim Nill sind Geschäftsführende Gesellschafter von Leue & Nill und blicken exklusiv in die Zukunft von Versicherungsmaklern. (Quelle: Leue & Nill)

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