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BVK zur LV-Reform: Missverständnisse vorprogrammiert

30.05.2014 – heinz-150Missverständnisse sieht der BVK vorprogrammiert bei der Offenlegung der Provisionen, die im Lebensversicherungsreformgesetz verankert werden soll. BVK-Präsident Michael H. Heinz weist darauf hin, dass die Senkung des Höchstzilmersatzes keine Provisionsdeckelung bedeutet.

„Das bedeutet nicht, dass keine höhere Provision als 25 Promille gezahlt werden darf, sondern lediglich, dass die Abschlusskosten nur bis zu dieser Höhe bilanziell geltend gemacht werden dürfen“, so Michael H. Heinz. „Hier wird sich auch zeigen, welche Versicherer zu ihren Vermittlern stehen und nicht das Lebensversicherungsreformgesetz vorschieben, um die Provisionen zu senken. Der Gesetzesentwurf gibt dafür nichts her. Er entspricht unserer Forderung, die Provisionen nicht gesetzlich zu deckeln.“

Dass man über die europäischen Regelungen bei der Offenlegung der individuellen Provision hinausgeht, kritisiert der BVK: “Die verpflichtende Offenlegung der individuellen Provision des Vermittlers soll jetzt durch die deutsche Hintertür eingeführt werden. Der BVK hat eine gesonderte Offenlegung der Provisionen schon immer abgelehnt.”

Durch das bereits seit dem 1. Januar 2008 geltende Versicherungsvertragsgesetz müssen bei Lebensversicherungen sämtliche Abschlusskosten einschließlich der Vertriebskosten – und jetzt auch die Verwaltungskosten – in einem Gesamtbetrag offengelegt werden. „Diese Regelung hat sich bewährt und verschafft den Verbrauchern eine ausreichende Vergleichsmöglichkeit der Produktkosten unterschiedlicher Anbieter“, erklärt Michael H. Heinz. „Die Kunden können in Euro und Cent nachvollziehen, wie hoch die Nebenkosten der von ihnen abgeschlossenen Lebensversicherung sind, sie löst auch keine Neiddiskussion um die Höhe der Provisionen aus, die nicht dazu beiträgt, dass der Vermittler seinen sozialpolitischen Auftrag der dringend erforderlichen privaten Altersabsicherung erfüllen kann. Und in den Abschlusskosten ist die pauschale Provision, die in die Kalkulation der Prämie einfließt, bereits enthalten. Wenn der Kunde jetzt auch noch über die individuelle Provision des Vermittlers informiert wird, sind Missverständnisse vorprogrammiert.“ (vwh)

Foto: BVK-Präsident Michael H. Heinz kritisiert den aktuellen Gesetzesentwurf. (Quelle: BVK)

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