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BVK will Provisionsabgabeverbot gesetzlich verankern

15.10.2015 – Heinz_BDWiDer BVK will das Provisionsabgabeverbot mit einer eigenen gesetzlichen Regelung im Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) verankern. “Dann könnten auch fragwürdige Geschäftsmodelle, die auf eine ‘Geiz-ist-geil-Mentalität’ setzen, nicht weiter zum Schaden der Verbraucher und der gesamten Vermittlerbranche betrieben werden“, sagt BVK-Präsident Michael Heinz.

“Das Provisionsabgabeverbot hat über viele Jahrzehnte mit dazu beigetragen, dass der Verbraucher nicht mit falschen Anreizen zum Abschluss von Versicherungsverträgen verleitet und dass die Beratungsqualität durch den Vermittler sichergestellt wurde”, konstatiert BVK-Präsident Heinz. Ohne ein solches Verbot könne “der Versicherungsnehmer zu schnellen Abschlüssen animiert werden”, befürchtet der Chef des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute.

2011 hatte das Vermittlerunternehmen AVL beim Verwaltungsgericht Frankfurt gegen das Provisionsabgabeverbot geklagt. “Im Bereich des Wettbewerbs der Versicherungsmakler hinkt Deutschland hinterher – in anderen europäischen Ländern ist das praktisch gar kein Thema”, begründete Rechtsanwalt Andreas Sasdi von der Stuttgarter Sozietät Baumann Sasdi Sander den Schritt.

“Historisch betrachtet ist das Provisionsabgabeverbot aus vorausgegangenen Kartellabsprachen entstanden”, ergänzt Sasdi: “Diese fragwürdige Grundlage sowie die grundsätzliche Einschränkung des Wettbewerbs widersprechen dem europäischen Recht.” (vwh/td)

Bild: Michael H. Kleinz (Quelle: BDWi)

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