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BVK will keine Überwachung von Vermittlern

08.01.2015 – heinz-150Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) zeigt sich zufrieden mit der definitorischen Unterscheidung von Tippgebern durch die Bafin. Die Aufsichtsbehörde hat Ende Dezember dazu ein Rundschreiben zur Zusammenarbeit mit Versicherungsvermittlern veröffentlicht. Es gibt aber auch Kritik.

„Insbesondere begrüßen wir die definitorische Unterscheidung der Tippgeber von qualifizierten und ehrbaren Versicherungsvermittlern“, sagt BVK-Präsident Michael H. Heinz. „Die Behörde sieht die Tätigkeit der Tippgeber darauf beschränkt, lediglich Möglichkeiten zum Abschluss von Versicherungsverträgen durch Versicherungsvermittler namhaft zu machen.“

Der BVK hatte im vergangenen Jahr eine strikte Trennung zwischen Tippgebern und Versicherungsvermittlern gefordert. Schließlich müssten, so hieß es, Letztere umfassende Pflichten an Qualifikation, Beratung und Kundenbetreuung erfüllen, die für die nur nebenberuflich tätigen Tippgeber nicht gelten.

Der Verband moniert indes, dass das Bafin-Rundschreiben Versicherungsunternehmen dazu anhalte, ihre Versicherungsvermittler einer regelmäßigen Überprüfung zu unterziehen. Dieses Misstrauen gegenüber dem Berufsstand entbehre jeder Grundlage und dürfe nicht zu gläsernen und ständig von Unternehmen überprüften Versicherungsvermittlern führen, so Heinz.

Außerdem stößt sich der BVK an den Vorschriften zu Ventilgeschäften und der Haftungsübernahme von Unternehmen. „Die im Bafin-Rundschreiben getroffene Anweisung könnte dazu führen, dass sich die Unternehmen vom Haftungsrisiko für solche Geschäfte zu Lasten ihrer Vermittler freizeichnen lassen“, sorgt sich der BVK-Präsident. Eine solche Haftungspraxis dürfe sich “auf gar keinen Fall etablieren”. (vwh/ks)

Bild: BVK-Präsident Michael H. Heinz (Quelle: BVK)

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