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BVK-Spitze wettert gegen Provisionskürzungen und den GDV

19.12.2014 – Provision_Thorben Wengert_pixelio.Um fünf bis 15 Promillepunkte werden die Lebensversicherer die Abschlussprovisionen im kommenden Jahr senken. Die Führung des Bundesverbands der Versicherungskaufleute (BVK) sieht darin einen Vertrauensbruch. Auch der GDV bleibt von der Kritik der Vermittler nicht verschont.

„Uns liegen Schreiben von Vertriebsvorständen sowohl an die exklusiven als auch an die makelnden Vermittler vor, in denen behauptet wird, die geänderten Bilanzierungsvorschriften für die Unternehmen hätten zwingende Konsequenzen für die Provisionierung und die Haftzeitverlängerung, schreiben Andreas Vollmer, Ulrich Zander, Michael Heinz und Gerald Archangeli in dem Weihnachtsgruß des Präsidiums an die gut 9.000 Mitglieder des BVK.

Manche Vertriebsvorstände würden behaupten, die Politik habe das so vorgeschrieben, schreiben die vier BVK-Präsiden. „Das ist schlichtweg falsch, nicht partnerschaftlich und nicht mit den Tugenden eines Ehrbaren Kaufmanns, denen wir uns verschrieben haben, vereinbar.“

Unverhohlene Kritik üben die Vermittler am GDV, mit dem zusammen sie noch im Sommer gegen eine Offenlegung der Provisionen in der Lebensversicherung protestiert hatten. „Er fährt auf verschämten und versteckten Wegen eine vermittlerfeindliche Politik gegenüber dem Gesetzgeber“, schreibt die BVK-Spitze. „Gut zu wissen, dass die Politik des GDV in Vertriebsfragen nicht mehr repräsentativ für alle seine Mitglieder steht.“

Fünf Milliarden Euro gaben die Lebensversicherer im Jahr 2013 für Abschlüsse in der Lebensversicherung aus, das war mehr als die Hälfte der gesamten Verwaltungskosten. Die BVK-Vermittler sind vorwiegend in der Schadenversicherung tätig. Laut dem jüngsten Betriebsvergleich der BVK-Vermittler macht die Lebensversicherung nur 13,5 Prozent der Gesamteinnahmen aus, Tendenz sinkend. Eine große Zahl von BVK-Vermittlern hat deshalb kein Problem mit einer Umstellung auf laufende Provisionen. Der Maklerverband VDVM hat bereits im Sommer ein Modell entwickelt, in dem die Courtage über die gesamte Laufzeit gezillmert wird, bei einer Courtagehaftung von zehn Jahren. (ba)

Bildquelle: Thorben Wengert/ pixelio

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