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BVK: Gleiche Anforderungen für Internetportale und Vermittler

26.05.2015 – heinz-150Nach Ansicht des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute e.V. (BVK) müssen Internetvergleichsportale bei der Vermittlung von Versicherungsverträgen die gleichen Anforderungen erfüllen wie Versicherungsvermittler. Der BVK beruft sich dabei auf Artikel zwei der Vermittlerrichtlinie, die auch auch den Direktvertrieb sowie die Versicherungsvermittlung über das Internet oder andere Medien gelte.

“Der BVK fordert schon seit Jahren die Gleichbehandlung aller Vertriebswege am Markt inklusive der Internetportale auf nationaler Ebene nach dem Vorbild des europäischen Entwurfs zur Reform der Vermittlerrichtlinie (IDD)”, sagte BVK-Präsident Michael H. Heinz auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung in Rostock.

Zudem sollten Internetportale eine klare Abgrenzung zwischen Tippgeber und Versicherungsvermittler vornehmen, fordert der BVK weiter. So müsse für den Verbraucher diese signifikante Unterscheidung auch im Internet deutlich erkennbar sein.

Daneben sollten Vergleichsportale gesetzlich verpflichtet werden, eine Leistungs- und Bedarfsanalyse durchzuführen, um den Kundenwunsch identifizieren zu können, fordert der BVK weiter. Erst auf Basis dieser Informationen könne bewertet werden, ob der Kundenwunsch mit einem passenden Produkt überhaupt durch das Internetvergleichsportal bedient werden könne.

Daneben beschloss der BVK auf seiner Jahresahauptversammlung einen Forderungskatalog, der “acht essenzielle Leitthemen, die alle Versicherungsvermittler in Deutschland betreffen” beinhaltet. So fordert der BVK u.a. “eine angemessene Vergütung im Rahmen der weiteren Umsetzung des LVRG durch die Unternehmen, um auch in Zukunft die hohe Beratungsqualität für die Kunden zu gewährleisten und das Geschäftsmodell der Lebensversicherung nachhaltig zu sichern”.

Zudem dürfe die Politik im Zuge der Reform der europäischen Vermittlerrichtlinie (IDD) “den Vermittlern keine unverhältnismäßigen Hürden durch weitere bürokratische Informationspflichten in den Weg legen”. Außerdem müsse “das Provisionsabgabeverbot bestehen bleiben, da sonst eine ruinöse Rabattschlacht ausgelöst wird”. (vwh/td)

Bild: BVK-Chef Michael H. Heinz (Quelle: BVK)

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