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BVK fürchtet Provisionsabgabeverbot

15.11.2016 – Michael H. Heinz BVKDas Provisionsabgabeverbot soll gerichtlich gestärkt und im Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) verankert werden. Das fordert der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). Der Hintergrund der Forderung ist das das Urteil des Oberlandesgerichts Köln in einem Rechtsstreit um die Provisionsabgabe zwischen einem Versicherungsmakler und dem Fintech-Start-up “Moneymeets”.

“Mit dieser Entscheidung zugunsten von Moneymeets konterkariert das OLG den Beschluss des Bundesfinanzministeriums Ende 2015, das Provisionsabgabeverbot mindestens noch bis Mitte 2017 aufrechtzuerhalten“, sagt BVK-Präsident Michael H. Heinz. “Wir werden dieses Urteil noch prüfen, sobald uns die schriftliche Urteilsbegründung vorliegt. Dennoch finden wir es irritierend, warum sich das Gericht darauf beruft, dass das Provisionsabgabeverbot ‚keine Marktverhaltensregel‘ nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb mehr darstellt. Im Gegenteil: In Millionen von Beratungsgesprächen und Versicherungsvermittlungen jedes Jahr ist es die Leitplanke, an der sich die gesamte Versicherungsbranche orientiert.”

Nach Ansicht des BVK schützt das Provisionsabgabeverbot schon über viele Jahrzehnte Verbraucher vor falschen Anreizen zum Abschluss von Versicherungsverträgen. Außerdem stellt es die Beratungsqualität durch den Vermittler sicher, weil diese sichergehen können, für ihre Leistung voll vergütet zu werden.

Den Artikel zum Moneymeets-Urteil finden Sie HIER. (vwh/mv)

Bild: BVK-Präsident Michael H. Heinz (Quelle: BVK)

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